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Anfeindungen und Hass gegenüber Jüdinnen und Juden sind weiterhin eine bedrückende Realität in der deutschen Gegenwartsgesellschaft. Doch aus welchen ideologischen Motiven und historischen Wurzeln speisen sie sich? Der Judaist Peter Schäfer zeigt, dass der Kontinuität antisemitischer Denkweisen und Stereotype eine langanhaltende Gewaltgeschichte zugrunde liegt. Diese beginnt bereits in der vorchristlichen Antike. Elemente der Feindschaft gegenüber Jüdinnen und Juden tradieren sich über verschiedenste historische und geographische Kontexte hinweg, erfahren jedoch auch Umdeutung und Modifikation. So werden sie zu Bestandteilen unterschiedlicher Begründungsweisen und Ausdrucksformen von Antisemitismus. Ausführlich widmet sich Schäfer der Stellung des Neuen Testaments und des frühen Christentums zum Judentum. Zur Begründung der religiös, aber auch politisch motivierten Stigmatisierung von Juden bis hin zu den antisemitischen Pogromen des Hoch- und Spätmittelalters dienten Legenden und Unterstellungen wie die der Brunnenvergiftung oder Ritualmorde. Schäfer zeichnet die Entwicklung des judenfeindlichen Denkens und Handelns nach, das in der völkisch-rassistisch verbrämten Ermordung der europäischen Jüdinnen und Juden im Nationalsozialismus kulminierte.


Autor: Peter Schäfer, Seiten: 335, Erscheinungsdatum: 21.096.2021, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 10652

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