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Du sollst es einmal besser haben: Die meisten der in den 50er- und 60er-Jahren Geborenen begleitete das elterliche Mantra des sozialen Aufstiegs. Inzwischen gilt diese Verheißung für viele nicht mehr. Wer im Niedriglohnsektor, in prekären Arbeitsverhältnissen oder mit geringer Qualifikation tätig ist, muss oft sein gesamtes Budget und all seine Lebensenergie aufwenden, um eigene und familiäre Grundbedürfnisse zu erfüllen. Vielfach fehlt es selbst Vollzeitbeschäftigten an finanziellen Ressourcen, um Rücklagen zu bilden, oder an der Perspektive, jemals auf einen grünen Zweig zu kommen. Sie leiden unter der Angst vor Altersarmut oder dem völligen sozialen Absturz. Julia Friedrichs hat Menschen in diesen Lebenslagen über einen längeren Zeitraum begleitet: die desillusionierte Reinigungskraft in der U-Bahn, die um eine bürgerliche Existenz ringende Musikschullehrerin in der Provinz, den degradierten, physisch und psychisch verletzten Informatiker, die sich abgewertet fühlen und deren Hoffnungen auf eine gesicherte Existenz sich nicht erfüllten. Die Autorin beleuchtet, wie und mit welchen sozialen und politischen Folgen seit den 80er-Jahren eine tiefe Kluft zwischen kapitalbasierten Vermögen und einkommensabhängiger Arbeit entstand. Sie kritisiert die oft anonyme und teils politisch sanktionierte Gewinnfixierung zulasten von Menschen, zumal Jüngeren, die im Kampf um Lebenschancen in der sozialen Sackgasse gelandet sind.


Autorin: Julia Friedrichs , Erscheinungsdatum: 13.09.2021, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 10729

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