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Keine Epoche der Menschheitsgeschichte war frei von Kriegen. Doch erst die Kriege der vergangenen zwei Jahrhunderte erreichten mit Blick auf Reichweite und Vernichtungspotenzial globale Dimensionen. In dieser Zeit wandelten sich zentrale Merkmale der Kriegführung fundamental: Staaten wurden zu Akteuren in der Logistik und Ideologisierung von Kriegen, und die Grenzen zwischen Kämpfenden und Zivilen wurden unscharf. Waren die Opfer der Kriege des 19. Jahrhunderts nicht allein den Kampfhandlungen, sondern vielmehr auch medizinischen Mängeln oder Epidemien geschuldet, so kennt das 20. Jahrhundert den massenhaften Tod durch (Vernichtungs)waffen. Die Beiträge des Buches schauen transnational und multiperspektivisch auf die Kriege der jüngeren Vergangenheit und Gegenwart sowie auf deren Bezüge zu Ökonomie und Umwelt, Ethik, Medizin, Recht und Politik. Welchen Logiken und Strategien gehorch(t)en diese Kriege, und wie wandelten sich diese? Wer wurde wo, warum und wie rekrutiert oder verweigerte den Kampf? Welche Kriegserfahrungen gibt es, zumal solche, die tabuisiert, stigmatisiert oder verdrängt wurden? Welche Folgen haben und hatten Kriege, auch unter Bezug auf das Selbstverständnis von Gruppen, Ethnien und Nationen? Wie, warum und durch wen wird der Leidtragenden gedacht? Welche globalen Bruchzonen bestehen heute mit Blick auf das Fortwirken, den Einsatz, die Bewertung, Erinnerung und Aufarbeitung militärischer Gewalt?


Herausgeber: Bruno Cabanes (Hrsg.) Unter Mitarbeit von Thomas Dodman, Hervé Mazurel und Gene Tempest, Übersetzung: Aus dem Französischen von Daniel Fastner, Felix Kurz und Michael Halfbrodt, Seiten: 903, Erscheinungsdatum: 06.10.2021, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 10683

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