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Die Quadratur des Kreises? Identitätspolitik schöpft aus dem Selbstverständnis, der Verortung, den Erfahrungen und Forderungen einzelner Personen und Gruppen. Überschneidungen oder Widersprüche erschweren dabei zunehmend das Verständnis davon, was Identitätspolitik überhaupt anstrebt. Enttäuschte Erwartungen können so in imaginierte oder tatsächliche Gegnerschaft münden, auch und dort, wo Interessenkongruenzen erwartbar wären. Solchen Fallstricken von Identitätspolitik stellen sich die Beiträge dieses Sammelbandes mit einem breiten gesellschaftspolitischen Ansatz. Sie werben mit Blick auf die Bekämpfung von Antisemitismus und Rassismus, die Abwehr religiös oder sexuell motivierter Gewalt und Diskriminierung bis zur Wahrung der Freiheit in Wissenschaft und Lehre für ein Begriffsverständnis von Identitätspolitik, das Schuldzuweisungen unterlässt und gemeinsame Anliegen herausdestilliert, anstatt sich in Abwehr zu flüchten oder Hemmnisse zu konstruieren. Die Engführung der Vorstellungen, wer im identitätspolitischen Sinne wann wovon betroffen sein könne, potenziere, so die Botschaft des Buches, Verständigungsschwierigkeiten. Sie spalte, schaffe schädliche Konkurrenzen, behindere nützliche Allianzen und berge überdies die Gefahr, dass identitätspolitische Anliegen gekapert und missbraucht würden.

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    Herausgeber: Eva Berendsen / Saba-Nur Cheema / Meron Mendel, Seiten: 256, Erscheinungsdatum: 16.11.2021, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 10756

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