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Demokratie ist die Herrschaft der Freien und Gleichen. Doch was beinhaltet diese allgemeine Formel? Die Historikerin Hedwig Richter antwortet hierauf, indem sie den Demokratisierungsprozess in Deutschland seit dem 18. Jahrhundert nachzeichnet. Dieser sei keineswegs geradlinig verlaufen, sondern eine Geschichte von Lernprozessen, Brüchen und Rückschlägen – bis hin zur Pervertierung demokratischer Ideale während der NS-Gewaltherrschaft. Dennoch, so Richter, weise die historische Entwicklung in Richtung des demokratischen Fortschritts. Er spiegele sich darin, dass sukzessive immer weitere Gruppen über allgemeine, freie, gleiche und geheime Wahlen in die Legimitierung politischer Herrschaft einbezogen wurden. Darüber hinaus bedeutet Demokratisierung für Hedwig Richter vor allem, die Würde des Menschen und insbesondere seine körperliche Unversehrtheit zu sichern: durch den Schutz vor Gewalt, die Abschaffung von Körperstrafen und Folter sowie den Respekt vor der körperlichen Integrität aller Einzelnen. So wurden auch die Unterdrückung von Frauen, entwürdigende Arbeitsbedingungen und Armut in der Demokratie zu Problemen, die eine zunehmende Skandalisierung erfuhren. Demokratie bleibe, so die Autorin, krisenanfällig und verwundbar. Doch stimme die historische Entwicklung zuversichtlich, dass sie sich auch in Zukunft weiter bewähren wird.


Autor: Hedwig Richter, Seiten: 400, Erscheinungsdatum: 23.11.2021, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 10644

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