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Die Verbreitung digitaler Technologien verändert unsere Wirtschaftsweise genauso grundlegend wie unser Alltagsleben. Wie der Soziologe Philipp Staab darlegt, bringt dieser Wandel nicht nur einen weiteren Schub in der Rationalisierung der Güterproduktion mit sich, der bestimmte Arbeitstätigkeiten überflüssig macht und andere – so die verbreitete Hoffnung – neu hervorbringt. Vielmehr verändere sich die Funktionsweise des Kapitalismus selbst: Bei den großen Digitalkonzernen, die mittlerweile führende Industrieunternehmen in ihrem Wert hinter sich gelassen haben, stehe nicht mehr die Produktion knapper Güter für einen Wettbewerbsmarkt im Zentrum. Worum es gehe, sei, so die These Staabs, die Erschaffung und der Besitz von Märkten selbst: Wer über Plattformen verfügt, könne die Regeln und Bedingungen des Zugangs bestimmen und so enormen Gewinn erzielen. Staab analysiert die polit-ökonomische Logik hinter den Strategien und Praktiken der Leitunternehmen des kommerziellen Internets und zeigt deren historische Wurzeln auf. Dabei hat er nicht nur die amerikanischen Tech-Riesen im Blick, sondern nimmt mit den Internetgiganten Alibaba und Tencent auch den digitalen Kapitalismus chinesischer Prägung ins Visier.


Autor: Philipp Staab, Seiten: 345, Erscheinungsdatum: 16.12.2021, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 10701

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