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Die Soziale Marktwirtschaft gilt über politische Lager hinweg als ökonomisches Erfolgsmodell, das der Bundesrepublik Deutschland nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zu wirtschaftlichem Aufstieg verholfen und ihre anhaltende Prosperität bis heute ermöglicht habe. Zugleich blieb sie als Modell in ihrer genaueren wirtschafts- und sozialpolitischen Ausgestaltung vage und daher einerseits umstritten, andererseits offen für neue Einflüsse. Seinen Ursprung hat das Konzept, so legen Thomas Biebricher und Ralf Ptak dar, in einem neuen Liberalismus, der sich sowohl vom klassischen Laissez-faire-Liberalismus als auch von – seinerzeit dominanten – stärker auf staatliche Intervention setzenden Konzepten abgrenzte. Die Autoren rücken die ideengeschichtliche Entwicklung sowie die ökonomischen, politischen und gesellschaftlichen Gehalte dieses Ordoliberalismus, der seit Ende der 1940er-Jahre an Einfluss in der deutschen Wirtschaftspolitik gewann, ins Zentrum ihrer Untersuchung. Auf diese Weise erläutern sie die theoretischen Fundamente der Sozialen Marktwirtschaft und machen zugleich auf die Differenz zwischen ordoliberalen Ideen und wirtschaftspolitischer Praxis in der Bundesrepublik aufmerksam. Eine unmittelbare Gleichsetzung von Ordoliberalismus, Sozialer Marktwirtschaft und ökonomischer Prosperität der Nachkriegsjahrzehnte weisen sie ebenso zurück wie sie die Verwendung des Begriffs der Sozialen Marktwirtschaft als bloßes Schlagwort problematisieren.


Autor: Thomas Biebricher/ Ralf Ptak, Seiten: 256, Erscheinungsdatum: 10.01.2022, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 10727

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