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    Der "Aufbau Ost" dauert länger als am 3. Oktober 1990 allgemein erhofft. Von einem sich selbst tragenden Aufschwung sind die ostdeutschen Länder weit entfernt. Obendrein haben mentale Prägungen aus 40 Jahren der Zweistaatlichkeit eine lange Lebensdauer. Doch was wäre die Alternative gewesen? Auch DDR-Ökonomen wussten, dass der SED-Staat, entgegen allen Erfolgsmeldungen, vor dem Bankrott stand. Ein "dritter Weg" war vor dem Hintergrund der Freiheitsrevolutionen in Mittelosteuropa schon bald Utopie.

    Es gibt allen Grund, an die Zivilcourage der DDR-Bürgerinnen und DDR-Bürger zu erinnern. Die Ostdeutschen brachten die Freiheitstradition der friedlichen Revolution für Demokratie und Rechtsstaat als Erbe in die deutsche Einheit ein.


    Herausgeber: Bundeszentrale für politische Bildung, Seiten: 48, Erscheinungsdatum: 04.10.2005, Erscheinungsort: Bonn

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