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Im letzten Jahr sind mehr als eine Million Menschen als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen. Die einfache Frage "Wie geht es weiter?" wird nun zum Angelpunkt vieler Auseinandersetzungen. Wie kann der innere Zusammenhalt und soziale Ausgleich der Gesellschaft besser gelingen? Was muss bei Bildung, Arbeitsmarktzugang oder in der Wohnungsfrage anders, neu gemacht werden? Die Debatten und politischen Entscheidungen werden in vielen Bereichen ein Katalysator für die Neubestimmung der Politik und der Gesellschaft als Ganzes. Fragen der Integration sind bei uns so aus den Randbezirken der öffentlichen Wahrnehmung in deren Zentrum gerückt. Wir fangen dabei aber nicht bei null an. Deutschland ist seit Jahrzehnten ein Einwanderungsland, und es wird sich dessen zunehmend bewusst. Im Alltag vieler Kommunen ist das schon lange angekommen. Das ist ein Reservoir für den selbstbewussten und auf die eigenen Kräfte vertrauenden Umgang mit den aktuellen Krisen.

Integration hat Millionen Gesichter und Geschichten, sie ist ein generationsübergreifender, widersprüchlicher und dynamischer Prozess. Es geht, aber nicht ohne Konflikte. Und es braucht sehr lang. Krisen zu ignorieren oder kleinzureden hilft vielleicht zur Beruhigung im Moment, ist aber auf Dauer gefährlich. Desintegration bildet dann eine wechselseitige Dynamik von Segregation, herrschender Ignoranz, Alltagsrassismus und zunehmender Radikalisierung und Gewaltbereitschaft.

Debatten um Integration sind immer auch ein Spiegel der eigenen Vorstellungen von Gesellschaft. Verhandelt werden dabei Wertefragen – was ist uns wichtig, welche Forderungen sollen verbindlich gelten, welche Möglichkeiten lassen wir zu? Das wird mit den jetzt wieder beginnenden Prozessen der Integration auf Jahre hinaus neu bestimmt werden. Die Frühlingsausgabe des fluters schaut sich einige dieser Fragen und Antworten genau an.


Herausgeber: bpb, Seiten: 50, Erscheinungsdatum: März 2016, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 5858

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