Suche im Shop

Inhalt

"Dabei sein ist alles", jubeln die Sport-Liebhaber in Anlehnung an Pierre de Coubertin, den Begründer der Olympischen Bewegung. Sie schwimmen, laufen, radeln und schwitzen aus nur einem Grund: Sport macht Spaß! Dagegen knurren die Skeptiker: "Dem Begriff Profisport fehlt ein t." Vereine würden zu Unternehmen, einige wenige Sportstars zu Großverdienern und Fans zu konsumierenden Statisten. Der moderne Sport bewegt sich zwischen den Extremen: Freude an der Bewegung und Spaß am emotionsgeladenen Gemeinschaftserlebnis auf der einen Seite, Vermarktung und globale Kommerzialisierung auf der anderen.

Die aktuelle fluter-Ausgabe begibt sich in dieses Spannungsfeld: Im Interview spricht der Soziologe und Fußballfan Klaus Theweleit über Körperkult, Rassismus im Sport und Aggressionen im Stadion. Eine Reportage zeigt, wie der Verein Schalke 04 seinen Nachwuchs fit macht für die Bundesliga. Deutschlands Tischtennisspieler Nummer Eins, Timo Boll, kennt in China jeder. Im Gespräch mit fluter sagt er, wie er sich auf die Olympischen Spiele vorbereitet und warum es für ihn schwer wird, in Peking eine Medaille zu holen.

Außerdem zeigen unsere Autoren, wie sich die zunehmende Kommerzialisierung auf den Sport auswirkt. Der Einfluss von Wirtschaft und Medien verändert nicht nur Anstoßzeiten und Gehälter. Er greift auch direkt ein, verändert ganze Sportarten, um sie fernsehtauglicher zu machen. Und die fluter-Redaktion verteilt im Nachhinein Medaillen an Sportler, für die es in ihrer Karriere nicht um Bestzeiten und Spitzenplätze ging, sondern um das Dabeisein.


Herausgeber: Bundeszentrale für politische Bildung, Seiten: 52, Erscheinungsdatum: Juni 2008, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 5827

Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln