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19.11.2014

Sektion 7: Technologischer Fortschritt, Datenmonopole und das Internet der Dinge

Redaktion Bundeskongress am 09.12.2014

(© picture alliance / Yonhap)

Straßenlaternen, die die Verkehrslage scannen, Autos, die ohne Zutun des Fahrers ihr Ziel erreichen und im Fall eines Unglücks die Ambulanz rufen und den Zustand der Verletzten durchgeben, Apps, die einem jederzeit den Aufenthaltsort von Bekannten anzeigen: Der Technologische Fortschritt und die Entwicklung des Internets sind so rasant und komplex, dass die Konsequenzen für große Teile der Bevölkerung undurchschaubar bleiben. Es fällt schwer zu überblicken, welche Entwicklungen einen positiven Fortschritt darstellen und welche eher besorgniserregend sind. Wo führt es hin, wenn einige wenige Internetkonzerne riesige (Daten)Monopole aufbauen und von jedem einzelnen User ein komplettes Bild über sein Verhalten zeichnen können. Welche Macht entsteht, wenn Algorithmen unsere täglichen Entscheidungen und Bedürfnisse prägen sowie die Bedingungen, unter denen diese befriedigt werden können?

Wenn Bürgerinnen und Bürger durch Big Data nahezu transparent werden und gleichzeitig vieles nicht mehr durchschauen, während Konzerne und Geheimdienste den gläsernen Menschen vor sich haben. Inwiefern gefährdet das demokratische Grundsätze? Was bewirken Daten- und Technologiemonopole für das gesellschaftliche Zusammenleben? Welche Manipulationskraft können sie entfalten? Wie lenken sie? Was wird die asymmetrische Verfügungsgewalt über Informationen bewirken? Die Debatte über potentielle gesellschaftliche Folgen ist in den Feuilletons und unter Mitgliedern der Netzgemeinde längst entfacht. Während sich viele Beobachter darin einig sind, dass es großen Anlass zur Beunruhigung gibt, da diejenigen die über die leistungsfähigsten Computer verfügen, die Welt dominieren könnten (Lanier), gibt es unterschiedliche Vorstellungen darüber, wie zu reagieren sei. Während Lanier vorschlägt, von der Open Source Idee Abstand zu nehmen und auf die grundsätzliche Monetarisierung von Daten setzt, schlägt Morozov vor, neue Instrumente der Sozialpolitik im Internetzeitalter zu entwickeln.

In der Sektion werden übergreifend die potentiellen Konsequenzen technologischer Entwicklungen bezogen auf Asymmetrien und gesellschaftliche Ungleichheit diskutiert und nach Handlungsbedarf und Möglichkeiten in Politik, Zivilgesellschaft und politischer Bildung gefragt.

Referenten Moderation: Prof. Dr. Christian Schicha, Mediadesign Hochschule Düsseldorf



Den Bericht unserer Blogredaktion zu Sektion 7 finden Sie hier.

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