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30.1.2013

"Sehnsucht nach Gemeinschaft"

Tanja Wille am 30.01.2013

Welche Motive Menschen im Nationalsozialismus dazu bewegten, sich der Volksgemeinschaft anzuschließen, erläutert Prof. Dr. Michael Wildt, Humboldt-Universität zu Berlin, im Interview. Das Gefühl von Geborgenheit als akzeptiertes Mitglied eines Kollektivs, aber auch die gemeinsam erlebte Macht über die Gruppe der Ausgegrenzten, seien als elementar für die "Selbstmobilisierung" vieler Menschen in der NS-Zeit zu bewerten.

Michael Wildt, Professor an der HU Berlin, im Gespräch mit Miriam Menzel auf der 4. Internationalen Konferenz zur Holocaustforschung. (© 2013 Bundeszentrale für politische Bildung)

Das Interview führte Miriam Menzel.

Michael Wildt gab gemeinsam mit Harald Welzer am ersten Konferenztag eine thematische Einführung. Zudem war er Referent im Workshop 1: "Ausschlusserfahrungen – Die Perspektive der Nicht-Zugehörigen/Opfer".


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Im Interview: Michael Wildt

Michael Wildt

Michael Wildt ist seit 2009 Professor für Deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts mit Schwerpunkt Nationalsozialismus an der Humboldt-Universität zu Berlin. Nach einer Buchhändlerlehre war er im Rowohlt Verlag tätig. Es folgte das Studium der Geschichte, Kulturwissenschaften und Theologie an der Universität Hamburg und die Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Forschungsstelle für die Geschichte des Nationalsozialismus in Hamburg und am Hamburger Institut für Sozialforschung. Eine Auswahl seiner Veröffentlichungen: Volksgemeinschaft. Neue Forschungen zur Gesellschaft des Nationalsozialismus, Frankfurt am Main 2009 (als Herausgeber zusammen mit Frank Bajohr); Geschichte des Nationalsozialismus, Göttingen 2008; Volksgemeinschaft als Selbstermächtigung. Gewalt gegen Juden in der deutschen Provinz 1919 bis 1939, Hamburg 2007; Generation des Unbedingten. Das Führungskorps des Reichssicherheits­hauptamtes, 3. Aufl., Hamburg 2008.

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