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15.12.2015

Checkpoint bpb – die Montagsgespräche: "Von Wutbürgern und patriotischen Europäern"

Eine Stilkritik der politischen Kultur in Deutschland

Pegida-Demonstration in Dresden am 09.11.2015 (© picture-alliance/dpa)

Als im vergangenen Jahr Tausende selbsternannte "patriotische Europäer" gegen die "Islamisierung des Abendlandes" durch das vorweihnachtliche Dresden spazierten, waren die nationale und internationale Presse alarmiert: Was ist da los auf Dresdens Straßen? Inzwischen haben die Dresdner PEGIDA-Bewegung und ihre bundesweiten Ableger einen festen Platz in der alltäglichen Berichterstattung deutscher Medien eingenommen. Doch über den Umgang mit den Demonstrierenden herrscht immer wieder Uneinigkeit. Während die Einen von "Neonazis in Nadelstreifen" sprechen, mahnten Andere, "die Sorgen der Demonstrierenden müssten ernst genommen werden". Immer deutlicher wird jedoch, dass PEGIDA in großer Zahl auch Menschen anzieht, die sich nicht oder nicht mehr im demokratischen Spektrum verorten.

Woher kommen die sich dort entladende Wut und Angst? Woher das offenkundige Misstrauen der Demonstranten gegenüber den politischen Institutionen und der Presse? Welche Katalysatoren wirken auf die Demonstrierenden? Aus welchen Gruppierungen setzt sich ihre Anhängerschaft zusammen? Gemeinsam diskutieren wir an diesem Abend über Politik und Populismus, über "Alternativlosigkeit" und "Sachzwänge" als Konstanten der politischen Debatte, über die Grenze zwischen Meinungsäußerung und Hetze und auch über fehlende Vorbilder kultivierter Kontroverse.

Unsere Gäste an diesem Abend waren: Grußwort: Thomas Krüger, Präsident der bpb
Moderation: Dunja Funke, Moderatorin und Dramaturgin

 Eröffnungsrede Thomas Krüger, bpb-Präsident v.li.n.re. Daniel Bax, taz, Prof. Patzelt, TU Dresden und Moderatorin Dunja Funke Volles Haus in der Checkpoint bpb-Reihe Das beteiligungsfreudige Publikum stimmt ab Das Thema interessierte über 90 Menschen Die linke Stirnseite des Veranstaltungssaales mit vielen jungen Leuten 7 Prof. Dieter Rucht mit seinem Impuls-Statement zur Protestgeschichte, das man herunterladbar in der Dokumentation findet Das Podium v. li. n. re. mit Daniel Bax, Prof. Patzelt, Dunja Funke, Antje Hermenau und Prof. Rucht Fragen aus dem Publikum Diskussionsbeitrag aus dem Plenum Gesprächsbedarf auch noch lange nach Ende der Veranstaltung
Downlaod: PDF-Icon Impuls-Statement zur Protestgeschichte von Prof. Dieter Rucht. Wenn Sie die Datei öffnen und mitlesen ist der aufgezeichnete Vortrag leichter nachvollziehbar.

Hier finden Sie die Audioaufzeichnung:
Audio, 1. Teil, Grußwort Krüger und Impulsvortrag Rucht (© 2015 Bundeszentrale für politische Bildung)

Audio, 2. Teil, Podiumsgespräch und Publikumsfragen (© 2015 Bundeszentrale für politische Bildung)



Termin

07.12.2015, von 19:00 bis 21:00 mit anschließendem Get together

Ort

Bundeszentrale für politische Bildung
Friedrichstraße 50
10117 Berlin
4. Stock, Veranstaltungssaal

Für

politisch und kulturell Interessierte

Veranstalter

Bundeszentrale für politische Bildung.
Konzept und Organisation: Agentur relations*, Berlin

Projektleiter: Lothar G. Kopp, Pädagoge und Historiker, Bundeszentrale für politische Bildung
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