Veranstaltungsdokumentation (September 2016)

Fachtagung "Politische Gewalt"



Gewalt ist immer in besonderem Maße sichtbar, sie erzeugt Aufmerksamkeit. Demokratische Entscheidungsprozesse hingegen sind langwierig, fragil und mitunter komplex. Beobachten wir auch deshalb eine Polarisierung der politischen Auseinandersetzung, die Gewalt als legitimes Mittel der Meinungsäußerung erscheinen lässt?

Die Fachtagung "Politische Gewalt" am 12. und 13. September 2016 in Hannover fragte nach den Ursachen und Formen politischer Gewalt und suchte nach Anknüpfungspunkten für Präventionsarbeit und politische Bildung.

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Impressionen von der Fachtagung "Politische Gewalt – Phänomene und Prävention"
 Behnam Said während der an die Vorträge anschließenden Diskussion im Plenum der Tagung. Eindrücke aus den Workshops. "Vor allem soziale Ausschlusserfahrungen sind entscheidend für die Bereitschaft seien, Gewalt anzuwenden." Mazda Adli von der Berliner Charité. Eintragen für die Workshops - in einigen waren schon nach kurzer Zeit alle Plätze ausgebucht. "Demokratie stärken - Zivilgesellschaft fördern." Bei jeder Tagung heiß begehrt: Die Tragetaschen der bpb. Auch mit der Kamera wurden Eindrücke von der Fachtagung festgehalten. Thomas Mücke, Mazda Adli, Rolf Clement, Thomas Krüger und André Schirmer während der Podiumsdiskussion am Morgen des zweiten Tages. bpb-Präsident Thomas Krüger und André Schirmer vom BKA im direkten Dialog. Sollte man nur mit bestimmten Akteuren zusammenarbeiten? Eine der Fragen aus dem Auditorium, im Anschluss an die Diskussion. Wolfgang Kraushaar von der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur sprach über das "Sex-Appeal der Militanz". Kontovers diskutiert wurde die Frage, welche Rolle die Geheimdienste bei gewalttätigen Ausschreitungen in der Geschichte der Bundesrepublik gespielt hatten. Jörg Baberowski eröffnete die Fachtagung in Hannover und analysierte die verschiedenen Dimensionen politischer Gewalt. Teilnehmer während des Eröffnungsvortrags der Fachtagung Politische Gewalt. Über 150 Multiplikatoren und Wissenschaftler hatten sich in Hannover zusammen gefunden. Teilnehmer während der Vorträge. Prof. Dr. Peter Imbusch (links sitzend) und Prof. Dr. Uwe Backes widmeten sich gemeinsam den Fragen welche Erscheinungsformen politischer Gewalt es gibt und wie diese  erklärt werden können. Peter Imbusch  während des ersten Konferenztages. Großes Interesse bestand am Workshop zur Faszination von Gewalt und Dschihadismus. Mit dem NSU als Gelebtem Rechtsextremismus beschäftigten sich die Teilnehmer des Workshops "Taten statt Worte". Was wird allgemein mit der linken militanten Szene verbunden? Zu Beginn des Workshops sammelten die Teilnehmer ihre Assoziationen. Teilnehmer des Workshops "Delegitimation von Gewalt als Prävention?" Jan Piepenbrink, Petra Bernhardt und Olaf Sundermeyer auf dem Podium des Workshops zum Umgang der Medien mit der Darstellung von Gewalt. Anders, als die Workshopteilnehmer vermuteten, gehen "an die 50 Prozent" der rassistisch und fremdenfeindlich motivierten Gewalt von Frauen aus, referierte Silke Baer vom Verein cultures interactives. Wie Präventionsarbeit in der Praxis aussehen kann, erklärte Juliette Brungs vom "Annedore". André Taubert unterschied im Workshop zwischen fünf Typen von Radikalisierten. Teilnehmer in der Diskussion während des Workshops zu "Psychologischen Bedingungen politischer Gewalt". "Probleme entstehen immer dort, wo soziale Anerkennung fehlt." Christian Gudehus im Workshop über die psychologischen Bedingungen politischer Gewalt.

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