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8.12.2016

Checkpoint bpb – die Montagsgespräche: Europa und seine Visegrád-Staaten. Nachwirkungen des Eisernen Vorhanges?

Die EU befindet sich im Krisenmodus - nach Finanzkrise, Flüchtlingsproblematik und Brexit jetzt auch noch drängende Fragen zur Neugestaltung des transatlantischen Verhältnisses nach dem überraschenden Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen.

Kurz vor der Abstimmung über den britischen Verbleib in der EU wurde der Union Jack auf den Warschauer Kulturpalast projiziert. (© picture-alliance/AP)


Die Kumulation der Krisen und ihre unterschiedlichen Auswirkungen zeigen an, dass es viele differenzierte Ansichten zur Frage „Welches Europa wollen wir" gibt. Es geht dabei nicht nur um Details, sondern auch um Grundsätzliches. Etwa ob eine „flexible Solidarität“, wie sie die Visegrád-Staaten im Kontext der europäischen Flüchtlingspolitik fordern, als Basis für das europäische Projekt ausreicht und ob es ein Europa der zwei Geschwindigkeiten geben kann und darf. Aber auch ob die Europäische Union eine lose Verbindung sich scharf abgrenzender Nationalstaaten wird, ob sie sich weiter zu einer weltoffenen und kosmopolitischen Staatengemeinschaft entwickelt oder ob es vielleicht noch ganz andere Wege gibt, an die heute kaum jemand denkt.
Die Welt ist in Bewegung und welche Rolle die EU und Deutschland als Land in der Mitte Europas dabei spielen werden, ist offen und noch unbestimmt.

Über diese Fragen und Herausforderungen, besonders die Rollen der nicht institutionalisierten politischen Formate wie der Visegrad-Staaten oder des Weimarer Dreiecks, lud der checkpoint bpb zu einem spannenden Montagsgespräch mit einem hochkarätig besetzten Podium ein. Der Einladung folgten über 60 an Außenpolitik interessierte Menschen.

Auch der bulgarische Botschafter in Deutschland, Herr Radi Naidenov, gab uns an diesem Abend als Gast die Ehre seines Besuches in der Bundeszentrale für politische Bildung.

Moderation und Einführung:
Vessela Tcherneva, Programmdirektorin und Leiterin des European Council on Foreign Relations, Büro Sofia

Reflexionen:
Andrzej W. Stach, deutsch-polnischer Publizist und Autor für deutsche und polnische Medien
Dr. Claire Demesmay, Leiterin des Frankreich-Programmes, Forschungsinstitut der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik
Thomas Schmid, Journalist und Autor von "Europa ist tot, es lebe Europa! Eine Weltmacht muss sich neu erfinden"

21:00 Get Together/Empfang


 1. Einführung durch die Moderatorin Vessela Tcherneva aus Sofia 2. Andrzei Stach beleuchtete die Rolle der Visegrad-Staaten mit historischem Fokus auf Nachwirkungen des Eisernen Vorhanges 3. Claire Demesmay erklärte die Situation in Frankreich mit Blick auf seine östlichen Nachbarn 4. Thomas Schmid erläuterte seinen Standpunkt auch historisch argumentierend 5. Ein aufmerksames und interessiertes Publikum verfolgte die Debatte 6. Die unterschiedlichen Positionen auf dem Podium wurden deutlich akzentuiert 7. Dr. Claire Demesmay antwortet auf Publikumsfragen 8. Diskussion mit Teilnehmern, am Mikrofon Botschafter a. D. Dr. Frank Lambach 9. v.l.n.r. Andrzej W. Stach, Radi Naidenov, Vessela Tcherneva beim anschließenden Empfang im Gespräch 10. Radi Naidenov, bulgarischer Botschafter in Deutschland, adelte den Abend mit seiner Teilnahme, links Lothar G. Kopp 11. Der aktuelle bulgarische Botschafter Radi Naidenov im Austausch mit seiner bulgarischen Kollegin Vessela Tcherneva 12. Helfende bpb-Kollegen Kristina Mencke und Oleg Stepanov, bei der Essensabnahme kurz vor dem Get Together


Der Audiomitschnitt zum Mithören
(© 2016 Bundeszentrale für politische Bildung)

PDF-Icon Hier kann man den Impulsvortrag "Die vielen Europas in der Europäischen Union" von Andrzej Stach nachlesen und herunterladen.

Termin

05.12.2016, von 19:00 bis 22:00

Ort

Bundeszentrale für politische Bildung
Friedrichstraße 50
10117 Berlin
4. Stock, Veranstaltungssaal

Veranstalter

Bundeszentrale für politische Bildung/bpb
Planung und Organisation: Agentur labconcepts,
Bonn/Berlin www.lab-concepts.de

Produktverantwortung und Gesamtleitung:

Lothar G. Kopp, Wiss. Ref. in der bpb kopp@bpb.de
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