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31.10.2019

Postdemokratie im bpb:medienzentrum Bonn

"I got a Feeling of Democracy when it was gone" - Eine Installation von Studierenden der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe (HfG) / Vernissage am 26. Juli 2018 ab 18 Uhr

Vom 26. Juli bis 7. August 2018 wurde das bpb:medienzentrum Bonn zum Ausstellungs- und Diskussionsraum für Fragen "postdemokratischer" Gestaltung. Das Projekt Postdemocratic Picture Party zeigte in acht Installationen die vermeintliche Krise der Demokratie. Die Vernissage war am 26. Juli 2018.

Postdemokratische Sprechstunde Nr. 4 mit Lioudmila Voropai: Reden über Russland (© HfG Karlsruhe)


Vom 26. Juli bis 7. August 2018 wurde das bpb:medienzentrum in Bonn zum "postdemokratischen" Raum.

Autokratische Bestrebungen, populistische Rhetorik, Überwachung und Abschottung, verschärfte soziale Konflikte – es gibt viele Anzeichen dafür, dass die demokratischen Gesellschaften weltweit einen fundamentalen Wandel durchlaufen.

Seit dem Wintersemester 2017/2018 beschäftigten sich Studierende ganz unterschiedlicher Fachrichtungen an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe (HfG) mit dem Phänomen "Postdemokratie" und deren Ästhetik und Visualisierung. Aus einer Semesteraufgabe ist das Projekt Postdemocratic Picture Party (PPP) entstanden.

Die Postdemocratic Picture Party begab sich auf die Suche nach Phänomenen. Lässt sich der Wandel tatsächlich sehen und belegen? Was macht Demokratien überhaupt demokratisch? Und was bedeutet es, Gesellschaften demokratisch zu gestalten?

Plakat zur Ausstellung
PDF-Icon Als PDF zum Download (© bpb)

Die Suche nach Krisenzeichen berührt auch Grundfragen der Gestaltung - denn dieser wird immer wieder zugesprochen, in die Gesellschaft hineinzuwirken und ihr Denken und Handeln zu verändern. Aus diesem Anlass fragten sich die Künstlerinnen und Künstler, in welcher Weise die Gestaltung von Architektur oder Webseiten die Demokratie behindern oder unterstützen kann; welche Mitverantwortung das Design von Waren oder Lebenswelten für den (gefühlten) Wandel trägt; wie sich politische Institutionen innerhalb des demokratischen Systems selbst inszenieren; ob und in welcher Form es gut ist, wenn sich Gestaltung auch auf unterschwellige Weise in demokratische Prozesse einmischt.

Vom 26. Juli bis 7. August wurde das bpb:medienzentrum Bonn durch kleine Veränderungen im laufenden Betrieb (z.B. durch Videoarbeiten, Poster, Gesprächsrunden oder szenografische Mittel) zum Ausstellungs- und Diskussionsraum für Fragen "postdemokratischer" Gestaltung. Auf diese Weise wurden nicht nur Symptome und Symbole der Krise vor Augen geführt. Auch die Unsichtbarkeit des schleichenden Wandels bekam ihren Raum.

Es war möglich, sich zur Vernissage am 26. Juli 2018 um 18 Uhr im bpb:medienzentrum, Adenauerallee 86, 53113 Bonn anzumelden. Nach einem Rundgang durch die Ausstellung im Beisein aller Künstlerinnen und Künstler, und einem Input zum Thema, waren die Studierenden mit Prof. Oliver Ruf, Hochschule Furtwangen, im Gespräch über das Phänomen Postdemokratie und die Ästhetik der Krise gewesen.

Videointerviews von Beteiligten

Interview zur Ausstellung mit Hanna Jurisch und Jandra Böttger von der Postdemocratic Picture Party 



Interview mit Valerie Scheibenpflug und Johannes Siegmund, Leitende des Workshops "Radical Cities & Rebel Democracies".

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