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8.1.2020

Checkpoint bpb - die Montagsgespräche: DO YOU CARE? Wie schaffen wir faire Arbeitsbedingungen in der Fürsorgearbeit?

In der heutigen Gesellschaft, in der traditionelle Rollenbilder erodiert sind und ein Großteil der Bevölkerung erwerbstätig ist, stellt sich die Frage, wer unsere Fürsorgearbeit nun leistet. Wir diskutierten darüber, wie sich Karriere und Fürsorgearbeit dank faire Arbeitsbedingungen besser vereinbaren lassen.

(© picture-alliance)


Traditionelle Rollenbilder, die die Frau zuhause, in der Kinderbetreuung, der Haushaltsführung und bei der Pflege von Angehörigen verorten, sind in den letzten Jahrzehnten erodiert. Die Frauenerwerbsquote ist stetig gestiegen, gleichzeitig ist die Beteiligung von Männern an Putz- und Haushaltstätigkeiten, aber auch im Bereich Sorge und Fürsorge eher gering geblieben. Gleichstellung erfordert heute, dass Frauen wie Männer ihre Karrieren mit Fürsorgearbeit in unterschiedlichen Familienphasen vereinbaren können. Damit stellt sich die zentrale Frage, wer heute anstelle der "Hausfrau" die Fürsorge-Arbeiten (Care-Arbeiten) übernimmt, die in in der Vergangenheit nur wenig gesellschaftliche oder gar monetäre Anerkennung erfahren haben?

Gemeinsam mit diskutierten wir darüber, was auf politischer Ebene getan werden sollte, um Ausbeutung in diesem Bereich zu verhindern und wie Carearbeit in der öffentlichen Wahrnehmung sichtbarer und stärker wertgeschätzt werden kann. Wie sähe ein Modell aus, das ökonomisch und ethisch für die Arbeitnehmer/innen und geringverdienenden Familien langfristig tragbar ist?

Die Veranstaltung wurde moderiert von Politikberater Dr. Cornelius Adebahr.

Hier finden Sie den Verantstaltungsmitschnitt als Audiodatei


Impressionen aus der Veranstaltung

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