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11.2.2020

49. bpb:forum "Alle gegen Alle?"

Wechselnde Bündnisse im türkisch-kurdisch-syrischen Krieg
Videomitschnitt der Podiumsdiskussion vom 15.01.2020.

International löste der Vormarsch türkischer Truppen in den Norden Syriens im Herbst 2019 Entsetzen aus. Nicht nur, dass die gebeutelte Region damit um einen Konflikt 'reicher' wurde. Mit den Volksverteidigungseinheiten (YPG) war der westliche Partner im Kampf gegen den sogenannten Islamischen Staat ins Visier des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan gerückt. Er wirft ihnen vor, eine Terrororganisation zu sein und mit der ebenfalls als solche bezeichneten Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) zusammenzuarbeiten. Ziel sei es deshalb, eine Sicherheitszone im Nachbarland zu errichten, so der türkische Präsident. Dabei sind auch Soldatinnen und Soldaten der US-amerikanischen Truppen in die Schusslinie geraten, die vor Ort stationiert waren.

Politische Beobachterinnen und Beobachter registrierten das alles mit großer Verwunderung. Denn für den Feldzug hatte sich die Erdogan-Regierung der Rückendeckung Putins versichert, der wiederum das Regime von Assad in Syrien stützt, während die USA dies gerne beseitigt gewusst hätten. Hinzu kommt, dass sowohl die Türkei als auch die USA Mitglied der NATO sind. Doch wie kamen eigentlich die neuen Allianzen zustande? Welche geopolitischen Strategien verfolgen die jeweiligen Beteiligten? Und welche Risiken birgt das für den syrischen Konfliktherd und die gesamte Region?

Im Rahmen des Formats bpb:forum diskutierten hierzu: Moderation: Elif Şenel, Journalistin, Bonn
Begrüßung: Jinda Taha Basch, Marburg
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