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"Terrorismus: Phänomen(e) – Analysen – Reaktionen"

Tagungsbericht - 7./8. Oktober 2021, Dorint an der Messe, Köln

(© picture-alliance/dpa, Federico Gambarini)


PDF-Icon Flyer Terrorismus-Tagung

Nur wenige Wochen vor der Fachtagung "Terrorismus: Phänomen(e) – Analysen – Reaktionen" jährten sich die Terroranschläge vom 11. September zum 20. Mal. In der Folge veränderten sich die Wahrnehmung von und der Kampf gegen Terrorismus. Zehn Jahre sind vergangen, seit sich in Deutschland der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) enttarnte. An die Anschläge in den USA und an die Verbrechen des NSU in Deutschland erinnernd eröffnete Cemile Giousouf (Bundeszentrale für politische Bildung /bpb) die Fachtagung in Köln. "Terrorismus betrifft uns alle", so Giousouf.

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Am Anfang: Die Eröffnungsrednerin Dr. Charlotte Heath-Kelly von der University of Warwick im Gespräch mit Hanne Wurzel, Leiterin des Fachbereichs „Extremismus“ der Bundeszentrale für politische Bildung und der Moderatorin Dr. Merjam WakiliCemile Giousouf, Leiterin der Fachabteilungen der Bundeszentrale für politische Bildung, betont, dass sich auch die politische Bildung mit dem Phänomen Terrorismus beschäftigen müsseDr. Charlotte Heath-Kelly von der University of Warwick skizziert, dass es rund 110 Terrorismusdefinitionen gibt.Prof. Dr. Carola Dietze – zugeschaltet von der Friedrich-Schiller-Universität Jena – über die Entstehung und Entwicklung des TerrorismusDiskussion über das Verständnis von Terrorismus als Kommunikationsform. v.l.n.r.: Moderator Dr. Gereon Flümann, bpb, Prof. Dr. Jörg Requate, Universität Kassel, sowie Dr. Bernd Zywietz, jugendschutz.netIm Netz wurde der Stream begleitet und stets stand eine Betreuung bereit für die Weitergaben von Fragen aus dem Chat an die Moderation vor OrtDr. Gerwin Moldenhauer, Oberstaatsanwalt beim Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe, über die Möglichkeiten und Schwierigkeiten der Strafverfolgung von TerrorismusProf. Dr. Andreas Elter von der ARD-ZDF Medienakademie spricht über das schwierige Verhältnis von Medien und TerrorismusUnd der provokanten Frage, ob Journalisten Terrorhelfer seien, stellte sich Bastian Berbner von der Wochenzeitung „Die Zeit“Prof. Dr. Gisela Diewald-Kerkmann von der Universität Bielefeld erörterte, welche Rolle eigentlich Geschlechterfragen im Terrorismus spielen… und Dr. habil. Eva Herschinger, Center for Intelligence and Security Studies (CISS) betonte, dass die Frage dabei nicht nur auf das Verhältnis von Männern und Frauen beschränkt werden dürfteHat sich der Terrorismus im Zuge der Digitalisierung verändert? Dazu, v.l.n.r., Moderatorin Maryam Kirchmann, ufuq.de, Maik Fielitz vom Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft und Dr. Erin Saltman vom Global Internet Forum to Counter TerrorismPointiert wies die Londonerin Dr. Erin Saltman dabei auf Veränderungsprozess in der Kommunikation hinDie Bedeutung der Erfahrungen von Inhaftierungen von Terroristen reflektierte Dr. Dieter Reinisch von der National University of Ireland GalwayUnd Dr. Carolin Görzig vom Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung skizzierte die Erkenntnisse des Forschungsprojekts „Wie Terroristen lernen“Dr. Dr. Rudolf Thomas Inderst von der Hochschule Fresenius sowie Hochschule Neu-Ulm diskutierte mit Dr. Julia Schumacher von der Filmuniversität Babelsberg „Konrad Wolf“ darüber, wie Terrorismus in Film und Spiel längst zum Teil der Populärkultur geworden istDr. Stefan Malthaner vom Hamburger Institut für Sozialforschung stellte sich der schwierigen Frage der EinzeltäterschaftProf. Dr. Hanna Pfeifer von der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung sprach über die Entwicklung des islamistischen Terrorismus weltweit …… und PD Dr. Tobias Hof von der Ludwig-Maximilians-Universität München über die transatlantischen Kontakte des RechtsterrorismusDr. Konrad Sziedat von der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit moderiete PD Dr. Wolfgang S. Heinz von der Freien Universität Berlin, der über die Bedeutung und Achtung der Menschenrechte im Kampf gegen den Terror sprachProf. Dr. Petra Terhoeven von der Georg-August-Universität Göttingen forscht über die Opfer des Terrorismus und wie ihnen eine Stimme gegeben werden kann und …...diskutierte anschließend über diese und andere Fragen, moderiert von Dr. Stefan Hößl vom NS-Dokumentationszentrum, mit Prof. Dr. Edgar Franke, Beauftragter der Bundesregierung für die Anliegen von Opfern und Hinterbliebenen von terroristischen Straftaten im InlandWas bleibt nach zwanzig Jahren „War on Terror“ – darüber sprachen PD. Dr. Florian Kühn von der Universität Göteborg und …… PD Dr. Martin Kahl, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität HamburgDr. Ekkehard Rudolph vom Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen stellte prägnant dar, wie die Polizei präventiv im Feld der Terrorbekämpfung wirken kann und ……der zugeschaltete Dr. Götz Nordbruch von ufuq.de fragte im Anschluss noch einmal grundsätzlich, ob und wie eine Terrorismusprävention wirklich möglich seiProf. Dr. Christoph Cornelißen von der Goethe-Universität Frankfurt am Main stellte vor, wie Terrorismus sich in die Erinnerungskultur Deutschlands eingeschrieben hatProf. Dr. Tanja Thomas von der Universität Tübingen betonte vor dem Hintergrund des Projekts „Doing Memory“, dass in jüngerer Vergangenheit vor allem zivilgesellschaftliche Initiativen versuchen, eine Erinnerung zu etablieren.Angeregt diskutierten Mika Josephine Moeller, Technische Universität Berlin, und André Taubert, Legato, mit dem Publikum, wie mit Terroristinnen und Terroristen eigentlich umgegangen werden sollte, wenn ihre Haftstrafen verbüßt sindAuf dem Abschlusspodium diskutierte Michael Münz (Moderation) mit (v.l.n.r.): Prof. Dr. Peter R. Neumann, King’s College London, Michèle Coninsx, Counter- Terrorism Committee Executive Directorate / United Nations Security Council, United Nations, Cemile Giousouf, Bundeszentrale für politische Bildung, und Florian Flade, Rechercheverbund WDR, NDR und „Süddeutsche Zeitung“ über drohende neue TerrorismusformenExtra zugeschaltet für diese wichtige Debatte: Michèle Coninsx von den Vereinten Nationen zu früher New Yorker MorgenstundeProf. Dr. Peter R. Neumann sprach über die Gefahren der Radikalisierung möglicher Proteste gegen die Corona-MaßnahmenDie letzten Worte gebühren Hanne Wurzel, Leiterin des ausrichtenden Fachbereichs "Extremismus"Das war die Terrorismustagung der Bundeszentrale für politische Bildung 2021
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