Auf kolonialen Spuren durch Bonn

Postkolonialer Stadtrundgang der Bundeszentrale für politische Bildung am 17. September 2020 um 16 Uhr (ausgebucht)

Neben dem Beethovenhaus, in der Bonngasse 18, befand sich 1820 ein Kolonialwarenladen. Der Schriftzug auf der Fassade greift auf eine kolonialrassistische Bezeichnung für Schwarze Menschen zurück. (© bpb)

Postkoloniale Stadtrundgänge. Sie haben das Ziel, die Spuren der deutschen Kolonialzeit sichtbar zu machen und für ihr Fortwirken zu sensibilisieren.

Seit März 2019 bietet auch die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb einen postkolonialen Stadtrundgang durch Bonn an.

Er basiert auf einer Lehrveranstaltung zum Thema "Postkoloniale Spuren in Bonn", die im Winter- und Sommersemester 2017/2018 an der Universität Bonn angeboten wurde. Aus dem Seminar ist die Projektgruppe "Bonn postkolonial" hervorgegangen. Sie hat die Theorie in die Praxis umgesetzt und fürs Erste sechs Stationen ausgearbeitet, an denen die kolonialen Spuren in Bonn deutlich werden.

Postkolonialismus ist eine geistige Strömung, die sich im weitesten Sinne mit der Geschichte des Kolonialismus und dessen Fortwirken in unserer Gegenwart beschäftigt. Denn der Kolonialismus hat nicht nur in den ehemaligen Kolonien Spuren hinterlassen, sondern auch in den Staaten der ehemaligen Kolonialmächte. So finden sich auch heute noch koloniale Spuren in den Stadtbildern deutscher Städte. Neben Denkmälern, die der deutschen Kolonialherrschaft gedenken, und Museen, die Raubkunst aus ehemaligen Kolonien ausstellen, gibt es vielerorts nach wie vor Straßen, die die Namen deutscher Kolonialakteure tragen.

Im Rahmen des Stadtrundgangs wird vermittelt, was genau unter Postkolonialismus zu verstehen ist, durch welche Zeichen im Bonner Stadtbild die koloniale Vergangenheit Deutschlands sichtbar wird und wie der Kolonialismus bis heute nachwirkt.

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Corona-Bedingungen

Aufgrund der Corona-Pandemie konnten seit März 2020 keine Stadtrundgänge durchgeführt werden.
Ab Juli findet das Angebot nun wieder statt
- unter besonderen Auflagen:
  • Treffpunkt für alle Führungen ist nicht das bpb:medienzentrum, sondern der bpb-Parkplatz, links neben dem Haupteingang.
  • Die Gruppengröße ist auf 12 Teilnehmende beschränkt, um den Kontakt zu anderen möglichst gering zu halten.
  • Während der gesamten Stadtführung müssen alle Teilnehmenden einen Mund-Nasenschutz tragen.
  • Die Teilnahme erfordert eine vorherige Anmeldung unter Angabe von Name, Adresse und Telefonnummer.

Termin

17.09.2020, von 16:00 bis 18:00

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Für

Alle, die sich für einen neuen Blick auf ihre Stadt interessieren.

Veranstalter

Bundeszentrale für politische Bildung/bpb
Bonn postkolonial

Anmeldung

Teilnahmegebühr: keine
Bei starkem Regen und Gewitter muss der Stadtrundgang verschoben werden.

Kontakt

Bürgerservice der bpb

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