Aufführung des Bühnenstücks "NSU-Monologe" mit Podiumsdiskussion in Berlin

Schauspieler/innen der Bühne für Menschenrechte. (© Bühne für Menschenrechte)


Am 20. Mai 2019 führte die Bühne für Menschenrechte die "NSU-Monologe" zum dritten Mal auf. Die Veranstaltung fand im Rahmen des 24. Deutschen Präventionstags in Berlin statt.

Die "NSU-Monologe" erzählen von den jahrelangen Kämpfen dreier Familien, die Opfer des so genannten Nationalsozialistischen Untergrunds ("NSU") geworden sind – von Elif Kubaşık, Adile Şimşek und İsmail Yozgat. Sie zeigen den Mut der Hinterbliebenen, in der ersten Reihe eines Trauermarsches zu stehen, von der Willensstärke, die Umbenennung einer Straße einzufordern und vom Versuch, die eigene Erinnerung an den geliebten Menschen gegen die vermeintliche Wahrheit der Behörden zu verteidigen. Die "NSU-Monologe" sind dokumentarisches, wortgetreues Theater. Sie liefern intime Einblicke in das Leben mit dem Verlust, in den Kampf der Angehörigen um Wahrheit und sind in Zeiten des Erstarkens von Rechtsextremismus an Aktualität kaum zu überbieten.

Im Anschluss an die Aufführung moderierte Heike Kleffner (Geschäftsführerin des Bundesverbandes der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt) ein Publikumsgespräch, an dem Seda Basay-Yildiz (Anwältin, die eines der Opfer vertrat), Prof. Dr. Vanessa Salzmann (Professorin im Fachbereich Polizeiwissenschaften an der Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung NRW), Dr. Irene Mihalic (Mitglied des Bundestags und Sprecherin für Innenpolitik (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)) und Stephan J. Kramer (Verfassungsschutzpräsident Thüringens) teilnahmen.

Termin

20.05.2019, von 16:00 bis 18:00

Termin herunterladen

Ort

Estrel Berlin
Sonnenallee 225
12057 Berlin

Mehr: Estrel Berlin

Veranstalter

Bundeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit der Bühne für Menschenrechte

Kontakt

nsu-monologe@labconcepts.de
labconcepts GmbH im Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung
Bonner Talweg 65
53113 Bonn

Pressekontakt

Journalistinnen und Journalisten wenden sich bitte an die Pressestelle.

Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln