Eine Frage der Deutungshoheit?

Glaube als Streitfaktor und Hoffnungsträger in der jüdischen Bevölkerung
Anmelden

Ein Mann mit Kippa und Hygienemaske steht betend mit dem Kopf an der Klagemauer in Jerusalem. (© picture-alliance, ASSOCIATED PRESS | Ariel Schalit)


Im Rahmen des Politischen Thementags "Israel und die Pandemie" geht es auch um die gesellschaftliche Rolle von Religion. Kaum ein Faktor wirkt im Corona-Kontext in der israelisch-jüdischen Bevölkerung so spaltend und zugleich so verbindend. Bilder von streng-religiösen Jüdinnen und Juden in Jerusalem und in Bnei Brak, die gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung demonstrierten, gingen um die Welt. Viele säkular orientierte Israelis zeigen für diese Haltung wenig Verständnis und beklagen eine vermeidliche religiöse Hybris. Religiös geprägte Menschen sehen in ihrem Glauben dagegen eine starke Stürze in einem Klima der Verunsicherung und des Umbruchs.

Es diskutieren:
Moishe Lfshits, NGO-Mitglied von Netzah Yehuda und IT-Berater
Dr. Laura Wharton, Mitglied im Stadtrat von Jerusalem (Meretz-Partei)

Moderation:
Dr. Ofer Waldman, Autor und Berater

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt, eine Verdolmetschung auf Deutsch steht zur Verfügung.

Hintergrundinformationen zu den Gesprächspartner/- innen

Moishe Lfshits
Moishe versteht sich als Brückenbauer zwischen den unterschiedlichen Communities in der israelischen Gesellschaft. Aufgewachsen in der Haredi-Community (ultraorthodoxe Bevölkerung) absolvierte er seinen Militärdienst in einem Bataillon für ultraorthodoxe Wehrdienstleistende. Dies ist insofern ungewöhnlich, da die Mehrheit der Haredim es aus religiösen Gründen ablehnt, in der Armee zu dienen. In der NGO Netzah Yehuda setzt er sich für die Wiedereingliederung von Haredi-Wehrdienstleistenden nach ihrem Militärdienst ins Zivilleben ein. Hauptberuflich ist er bei der Online-Plattform Wishtrip für Kundenzufriedenheit zuständig.

Dr. Laura Wharton
Laura Wharton ist seit 2012 Dozentin an der Fakultät für Politikwissenschaften an der Hebräischen Universität Jerusalem. Außerdem ist sie seit 2008 Mitglied des Stadtrates von Jerusalem für die Meretz-Partei. Sie ist Mitglied des Komitees für Umweltschutz und des Finanzausschusses sowie Gründerin und Vorsitzende des “Jerusalem Council for the Elderly”. 2019 ist ihr Buch “Is the Party Over? How Israel Lost Its Social Agenda” von der Levi Eshkol Foundation veröffentlicht worden.

Dr. Ofer Waldman
Seit 2015 arbeitet er als freier Autor für Deutschlandfunk Kultur, bei dem er politische Feuilletons, Beiträge und Features verfasst. Er engagierte sich in zahlreichen zivilgesellschaftlichen Projekten in Israel und Israel-bezogenen Projekten in Deutschland. Er ist Mitglied des International Council des "New Israel Fund", einer Stiftung, die als ein zentrale Unterstützungsplattform der israelischen Zivilgesellschaft gilt. Dazu veröffentlicht Waldman regelmäßig Beiträge in den deutschen Medien zu der israelischen Zivilgesellschaft.


Weitere Veranstaltungen im Rahmen des politischen Thementages "Israel und die Pandemie"


Termin

26.10.2021, von 12:15 bis 13:00

Termin herunterladen

Ort

Zoom

Für

Interessierte Bürgerinnen und Bürger, Multiplikatoren/innen

Veranstalter

Bundeszentrale für politische Bildung

Anmeldung

Anmelden
Teilnahmegebühr: keine
Anmeldung am 25.10.2021 bitte bis 14 Uhr.

Die Zugangsdaten zur Paneldiskussion via Zoom werden separat, im Anschluss an die Bestätigung der Anmeldung übermittelt.

Kontakt

Bundeszentrale für politische Bildung
Martin Schiller
E-Mail: israel-studienreisen@bpb.de

Pressekontakt

Journalistinnen und Journalisten wenden sich bitte an die Pressestelle.

Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln