Legalistischer oder gewaltablehnender Islamismus als Herausforderung für die Prävention

Europaweit können gewaltverzichtende islamistische Gruppierungen und Bewegungen Zulauf verzeichnen und gelangen durch medienwirksame Aktionen in das Blickfeld der Öffentlichkeit. Von den Gruppierungen gehen unter dem Aspekt der Gewaltbereitschaft kaum Gefahren aus, als problematisch erweist sich aber ihre langfristige gesellschaftliche und politische Wirkung. Die meisten vertreten Ziele und Ideologien, die demokratische Strukturen zu überwinden versuchen, sich gegen ein offenes pluralistisches Gesellschaftsbild richten und damit bestimmte Menschengruppen grundlegend abwerten. Die Gruppierungen üben v.a. große Attraktivität und Anziehung auf junge Menschen aus, denn sie versprechen soziale Bindung und Unterstützung, Integration und Geborgenheit und thematisieren individuelle Ausgrenzungs- und Diskriminierungserfahrungen.

Referierende:
Noman Mehmood: Islamwissenschaftler, gegenwärtig stellvertretende Projektleitung von Kick-off – Prävention und Deradikalisierung in Strafvollzug und Bewährungshilfe in Schleswig-Holstein bei der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. Zuvor arbeitete er als zertifizierter Onlineberater im Themenfeld religiös begründeter Extremismus und beschäftigte sich mit aktuellen Trends und Entwicklungen der islamistischen Onlineszene.

Hanna Baron: Islamwissenschaftlerin, derzeit wissenschaftliche Begleitung von PROvention, der Präventions- und Beratungsstelle gegen religiös begründeten Extremismus der Türkische Gemeinde in Schlewsig-Holstein e.V. und Mitglied bei FoPraTEx (Forschung-Praxis-Transfer islamistischer Extremismus. Themenschwerpunkte: gewaltverzichtende (‚legalistische‘) islamistische Gruppierungen in Deutschland, Online-Propaganda, Geschlechterrollen und sexualisierte Gewalt im Islamismus

Termin

05.11.2021,14:00 bis 06.11.2021,16:00

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Ort

Das Seminar findet Online über Zoom statt.

Für

Beschäftigte und Aktive in der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit sowie in Wissenschaft und Verwaltung

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Tel. +49 (0)228-99 515 343
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