Wer bin ich? Wer bist Du? Selbst- und Fremdwahrnehmung von Identitäten in der israelischen Migrationsgesellschaft

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Jugendlicher vor einem Plakat in der Levinski St. in Tel Aviv, Israel (© picture alliance / dpa)


Als Migrationsgesellschaft ist die israelische in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich: Der Staat ist geradezu "auf Zuwanderung gebaut". Masseneinwanderung hat das Land kontinuierlich geprägt, insbesondere in den Jahren unmittelbar vor und nach der Staatsgründung 1948. Die israelische Bevölkerung hat sich in den vergangenen 60 Jahren nicht nur mehrmals verdoppelt. Das Land stellt im Hinblick auf die Diversifizierung und Pluralisierung der Gesellschaft auch ein spannendes Labor dar: Durch die beträchtliche jüdische Immigration spielen alltägliche Fragen der Eingliederung und des Zusammenlebens von Einheimischen und Neu-Zugewanderten in Israel eine zentrale Rolle. Zugleich hat der Israelisch-Palästinensische Konflikt, verbunden mit Narrativen von Heimatverlust, Minderheit, Diaspora und Neuanfängen, eine omnipräsente gesellschaftliche Wirkung.

Während der Studienreise betrachten wir die israelische Migrationsgesellschaft durch die Brille einzelner Biografien und kollektiver (Familien-) Geschichten. In ihnen schlagen sich unterschiedliche Erfahrungen und Erinnerungen von Identifikation, Ausgrenzung und Teilhabe nieder. Verschiedene Fragen stehen dabei im Fokus: Welche Faktoren bestimmen gesellschaftliche wie auch individuelle Selbst- und Fremdwahrnehmung? Wie werden Identitätsabgrenzungen vorgenommen? Worin bestehen mehrheitsgesellschaftliche Diskurse und Konfliktlinien? Wie positionieren sich diverse neue und alte Minderheiten? Welche Stereotypen und Vorbehalte gibt es und wie kann diesen entgegengewirkt werden? Berücksichtigung finden nicht zuletzt die Aspekte unterschiedlicher Generationen, Geschlechter sowie sozialer, religiöser und kultureller Hintergründe.

Im Verlauf der Studienreise werden die aktuellen Debatten und Herausforderungen zu diesen Fragen in Israel aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Gespräche und Begegnungen zu konkreten Biographien und lebensweltlichen Erfahrungen sowie Exkursionen gewähren einen intensiven Einblick in die israelische Gesellschaft und sensibilisieren für trennende und verbindende Realitäten. Ziel ist es, Fragen des gesellschaftlichen Zusammenhalts in pluralistischen demokratischen Gesellschaften zu diskutieren und neu zu erkunden.

Vorbereitungstreffen
06.09.2019 in Frankfurt/M

Allgemeine Hinweise

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir Ehepartner/innen, Lebensgefährten/innen und Verwandte nicht gemeinsam für eine Studienreise berücksichtigen können, selbst wenn die Multiplikatoreneigenschaft auf beide zutrifft. Bewerbungen von Interessenten/innen, die aktiv im Berufsleben stehen, werden bei der Auswahl der Teilnehmenden grundsätzlich bevorzugt berücksichtigt. Die Auswahl der Teilnehmenden aus allen vorliegenden Bewerbungen behält sich die bpb vor. Bei der großen Zahl der Interessenten ist es uns leider nicht möglich, den Eingang jeder Anfrage eigens zu bestätigen. Die Reiseveranstaltungen sind als förderungswürdig im Sinne des § 9, Satz 2 der "Verordnung über den Sonderurlaub für Bundesbeamtinnen und Bundesbeamte sowie für Richterinnen und Richter des Bundes" vom 1. Juni 2016 (BGBl. I S. 1284) anerkannt. Für Landesbeamte/innen und Angestellte gelten die landesrechtlichen Regelungen über Sonder- bzw. Bildungsurlaub. Die Einladung zur Teilnahme wird etwa ein Vierteljahr vor Beginn der Studienreise ausgesprochen.

Einige Hinweise zum Thema Sicherheit

Die Sicherheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer hat bei der Planung und Durchführung der Studienreisen der bpb stets höchste Priorität. Dies bedeutet zugleich, dass Reisen von uns als Veranstalter nur dann durchgeführt werden, wenn es die Sicherheitslage vor Ort zulässt. Während der Reisen arbeiten wir mit erfahrenen und uns bekannten israelischen Reisebegleitern zusammen. Alle Fahrten werden grundsätzlich in einem Tourbus und nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln unternommen. Die jeweilige Reiseleitung der bpb steht kontinuierlich in Kontakt zur Deutschen Botschaft in Tel Aviv sowie zu israelischen Sicherheitsbehörden. Aufgrund aktueller politischer Entwicklungen vor Ort kann es durchaus zu kurzfristigen Programmänderungen kommen.

Termin

06.09.2019 bis 18.09.2019

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Ort

Frankfurt/M und Israel

Für

Für Vertreterinnen und Vertreter von NGOs, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der politischen Bildung und Journalistinnen und Journalisten, die sich insbesondere mit den Themenfeldern Identitäten, Diversität und Migration beschäftigen.

Veranstalter

Bundeszentrale für politische Bildung

Anmeldung

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Teilnahmegebühr: 1.100 Euro
Die Teilnahmegebühr umfasst Hin- und Rückflug von Deutschland nach Israel, Unterbringung in Doppelzimmern und Verpflegung auf Basis von Halbpension. Für Details siehe: PDF-Icon Häufig gestellte Fragen zu den Israel-Studienreisen.

Bewerbungen werden nur über das Online-Bewerbungsformular entgegengenommen. Bitte bewerben Sie sich bis zum 26.04.2019. Die Auswahl der Teilnehmenden erfolgt spätestens ca. 3 Monate vor Reisebeginn.

Kontakt

Sie haben Fragen?
Schreiben Sie uns eine Mail: israel-studienreisen@bpb.de

Pressekontakt

Journalistinnen und Journalisten wenden sich bitte an die Pressestelle.

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