Schlagzeilen jenseits von Krieg. Medien und zivile Konfliktbearbeitung in Israel

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Wandbild einer Friedenstaube mit Olivenzweig und kugelsicherer Weste im Fadenkreuz (© picture alliance/imageBROKER)


Kaum ein anderes Land in der Welt wird in der medialen Öffentlichkeit so häufig in Verbindung mit Gewalt und Konflikthandlungen thematisiert wie Israel. Gleiches gilt für die Region des Nahen Ostens, der in der globalen Berichterstattung meist als notorisch instabil und krisengebeutelt gilt. Die Dichte an ausländischen Korrespondent/- innen ist in Relation zur israelischen Bevölkerungszahl überdurchschnittlich hoch, nicht zuletzt auch, weil die politische und gesellschaftliche Lage im Land vielschichtig, mehrdeutig und weltpolitisch von besonderer Bedeutung ist. Darüber hinaus bleibt der Israelisch-Palästinensische Konflikt bis heute einer der weltweit am heftigsten debattierten Konflikte. Internationale Friedensprozesse wie auch militärische Strategien konnten bisher keine dauerhaften Lösungen erzielen. Stattdessen bleiben Fronten verhärtet und die israelische Gesellschaft selbst ist hinsichtlich einer Konfliktlösung und -bewältigung tief gespalten.

Im Verhältnis zu den wirkmächtigen Bildern des Kriegs wird die zivile Friedensarbeit in der Öffentlichkeit und in den Medien gerade dann wenig wahrgenommen, wenn sie gelingt. Denn Konfliktbearbeitung jenseits militärischer Mittel ist mühsam und langfristig: Sie setzt auf Moderation, zivilgesellschaftlichen Dialog, und konstruktive Sensibilisierung geteilter Öffentlichkeit. Sie entwickelt konkrete Strategien und Instrumente, in einer gespaltenen Gesellschaft, gezeichnet durch Konflikt, Misstrauen und Grenzen, friedliche Wege des Miteinanders zu schaffen.

Wodurch zeichnet sich zivile Konfliktprävention in Israel aus? Inwieweit gelingt es den internationalen und lokalen Akteuren/-innen der Zivilgesellschaft, Konflikte da zu bearbeiten, wo Politik zu scheitern scheint? Mit welchen Kontroversen und Wahrnehmungen wird Friedensarbeit in Israel in Verbindung gebracht? Und welche Rolle spielen traditionelle und neue Medien bei ihrer Umsetzung?

Angelehnt an die Wanderausstellung "Frieden machen" der bpb bietet diese Studienreise verschiedene Perspektiven auf zivile Friedensprojekte und Akteure/-innen in Politik und Zivilgesellschaft. In Begegnungen mit israelischen Journalist/- innen sowie deutschsprachigen Korrespondent/- innen lernen die Teilnehmenden darüber hinaus die israelische Medienlandschaft kennen und setzen sich in Gesprächen und Exkursionen mit innen-, außen- und sicherheitspolitischen Dimensionen von Medienberichterstattung auseinander.

Vorbereitungstreffen
18.10.2019 in München

Allgemeine Hinweise

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir Ehepartner/innen, Lebensgefährten/innen und Verwandte nicht gemeinsam für eine Studienreise berücksichtigen können, selbst wenn die Multiplikatoreneigenschaft auf beide zutrifft. Bewerbungen von Interessenten/innen, die aktiv im Berufsleben stehen, werden bei der Auswahl der Teilnehmenden grundsätzlich bevorzugt berücksichtigt. Die Auswahl der Teilnehmenden aus allen vorliegenden Bewerbungen behält sich die bpb vor. Bei der großen Zahl der Interessenten ist es uns leider nicht möglich, den Eingang jeder Anfrage eigens zu bestätigen. Die Reiseveranstaltungen sind als förderungswürdig im Sinne des § 9, Satz 2 der "Verordnung über den Sonderurlaub für Bundesbeamtinnen und Bundesbeamte sowie für Richterinnen und Richter des Bundes" vom 1. Juni 2016 (BGBl. I S. 1284) anerkannt. Für Landesbeamte/innen und Angestellte gelten die landesrechtlichen Regelungen über Sonder- bzw. Bildungsurlaub. Die Einladung zur Teilnahme wird etwa ein Vierteljahr vor Beginn der Studienreise ausgesprochen.

Einige Hinweise zum Thema Sicherheit

Die Sicherheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer hat bei der Planung und Durchführung der Studienreisen der bpb stets höchste Priorität. Dies bedeutet zugleich, dass Reisen von uns als Veranstalter nur dann durchgeführt werden, wenn es die Sicherheitslage vor Ort zulässt. Während der Reisen arbeiten wir mit erfahrenen und uns bekannten israelischen Reisebegleitern zusammen. Alle Fahrten werden grundsätzlich in einem Tourbus und nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln unternommen. Die jeweilige Reiseleitung der bpb steht kontinuierlich in Kontakt zur Deutschen Botschaft in Tel Aviv sowie zu israelischen Sicherheitsbehörden. Aufgrund aktueller politischer Entwicklungen vor Ort kann es durchaus zu kurzfristigen Programmänderungen kommen.

Termin

18.10.2019 bis 30.10.2019

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Ort

München und Israel

Für

Für junge Medienschaffende

Veranstalter

Bundeszentrale für politische Bildung

Anmeldung

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Teilnahmegebühr: Reduzierter Eigenbeitrag für diese besondere Zielgruppe: 750 €
Die Teilnahmegebühr umfasst Hin- und Rückflug von Deutschland nach Israel, Unterbringung in Doppelzimmern und Verpflegung auf Basis von Halbpension. Für Details siehe: PDF-Icon Häufig gestellte Fragen zu den Israel-Studienreisen.

Bewerbungen werden nur über das Online-Bewerbungsformular entgegengenommen. Bitte bewerben Sie sich bis zum 26.04.2019. Die Auswahl der Teilnehmenden erfolgt spätestens ca. 3 Monate vor Reisebeginn.

Kontakt

Sie haben Fragen?
Schreiben Sie uns eine Mail: israel-studienreisen@bpb.de

Pressekontakt

Journalistinnen und Journalisten wenden sich bitte an die Pressestelle.

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