Ambiguitätstolerant? Modelle, Räume und Aushandlung von gesellschaftlicher Vielfalt

(© picture-alliance/AP)


Die israelische Gesellschaft zeichnet sich durch eine besondere Pluralität aus, die zugleich immer auch Fragmentierung und Polarisierung bedeutet. Nicht nur die Ergebnisse der letzten Parlamentswahlen zeigen: Das Land ist tief gespalten über die Frage, wie Zukunft gestaltet werden soll und welche Prioritäten dabei zählen.

Einerseits zeigen die hohen Zustimmungswerte für zentristische bis hin zu (rechts-)konservativen Lagern, dass der "Mainstream" kultureller und gesellschaftlicher Liberalisierung skeptisch bis ablehnend gegenübersteht. Anderseits wird am Beispiel einer lebendigen LGBT-Community, neuer Organisationsformen nicht-jüdischer Minderheiten und sozialen Protests auf und jenseits der Straße deutlich, das Israel ebenso Synonym für Vielfalt, Gleichwertigkeit und Wandel sein kann.

Welchen Aushandlungsmustern unterliegen diese scheinbar widersprüchlichen Entwicklungen? Was bedeutet "Ambiguitätstoleranz" in einem polarisierten demokratischen Diskurs? Wo sind Räume für demokratischen Streit, Verständigung und Austausch?

Anlässlich des 75. Jahrestags der Befreiung von Auschwitz 2020 soll außerdem der Frage nachgegangen werden, in welcher Form Erinnerungskultur zwischen Deutschland und Israel zerstörter Vielfalt im Holocaust einen Raum gibt und welche Zukunftsorientierungen zu erkennen sind.

Durch Begegnungen, Gespräche und themenorientierte Exkursionen auf einer Route von Jerusalem über Haifa nach Tel Aviv, erhalten die Teilnehmenden einen fundierten Überblick über die komplexen politischen und gesellschaftlichen Realitäten des Landes.

Vorbereitungstreffen
05.06.2020 in Frankfurt/Main

Allgemeine Hinweise
Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir Ehepartner/innen, Lebensgefährten/innen und Verwandte nicht gemeinsam für eine Studienreise berücksichtigen können, selbst wenn die Multiplikatoreneigenschaft auf beide zutrifft. Bewerbungen von Interessenten/innen, die aktiv im Berufsleben stehen, werden bei der Auswahl der Teilnehmenden grundsätzlich bevorzugt berücksichtigt. Die Auswahl der Teilnehmenden aus allen vorliegenden Bewerbungen behält sich die bpb vor. Bei der großen Zahl der Interessenten ist es uns leider nicht möglich, den Eingang jeder Anfrage eigens zu bestätigen. Die Reiseveranstaltungen sind als förderungswürdig im Sinne des § 9, Satz 2 der "Verordnung über den Sonderurlaub für Bundesbeamtinnen und Bundesbeamte sowie für Richterinnen und Richter des Bundes" vom 1. Juni 2016 (BGBl. I S. 1284) anerkannt. Für Landesbeamte/innen und Angestellte gelten die landesrechtlichen Regelungen über Sonder- bzw. Bildungsurlaub. Die Einladung zur Teilnahme wird etwa ein Vierteljahr vor Beginn der Studienreise ausgesprochen.

Einige Hinweise zum Thema Sicherheit
Die Sicherheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer hat bei der Planung und Durchführung der Studienreisen der bpb stets höchste Priorität. Dies bedeutet zugleich, dass Reisen von uns als Veranstalter nur dann durchgeführt werden, wenn es die Sicherheitslage vor Ort zulässt. Während der Reisen arbeiten wir mit erfahrenen und uns bekannten israelischen Reisebegleitern zusammen. Alle Fahrten werden grundsätzlich in einem Tourbus und nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln unternommen. Die jeweilige Reiseleitung der bpb steht kontinuierlich in Kontakt zur Deutschen Botschaft in Tel Aviv sowie zu israelischen Sicherheitsbehörden. Aufgrund aktueller politischer Entwicklungen vor Ort kann es durchaus zu kurzfristigen Programmänderungen kommen.

Termin

05.06.2020 bis 17.06.2020

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Ort

Frankfurt/Main und Israel

Für

Multiplikator/- innen der politischen Bildung mit Tätigkeitsschwerpunkten in den Feldern Diversitätssensibilität, Antidiskriminierung und erinnerungskulturelle Arbeit, sowie Journalist/- innen

Veranstalter

Bundeszentrale für politische Bildung – bpb

Anmeldung

Teilnahmegebühr: Eigenbeitrag: 1.100 €

Die Bewerbungsfrist endete am 16.02.2020. Es ist aktuell nicht möglich, sich zu bewerben.

Die Auswahl der Teilnehmenden erfolgt spätestens ca. 3 Monate vor Reisebeginn. Von Fragen zum Stand der Bewerbung bitten wir abzusehen, wir melden uns bei Ihnen. Die Teilnahmegebühr umfasst Hin- und Rückflug von Deutschland nach Israel, Unterbringung in Doppelzimmern und Verpflegung auf Basis von Halbpension.
Für Details siehe: PDF-Icon Häufig gestellte Fragen zu den Israel-Studienreisen.

Kontakt

Sie haben Fragen?
Schreiben Sie uns eine Mail: israel-studienreisen@bpb.de

Pressekontakt

Journalistinnen und Journalisten wenden sich bitte an die Pressestelle.

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