Abfindung

eine einmalige geldliche Entschädigung, um den Verlust eines Arbeitsplatzes abzugelten. Ein Arbeitnehmer hat seit 1. 1. 2004 Anspruch auf eine Abfindung, wenn die Kündigung aus dringenden betriebsbedingten Gründen erfolgt, der Arbeitgeber im Kündigungsschreiben eine Abfindung für den Fall anbietet, dass der Arbeitnehmer auf eine Kündigungsschutzklage verzichtet und die Abfindung mindestens ein halbes Monatsgehalt pro Jahr der Betriebszugehörigkeit beträgt. Klagt der Arbeitnehmer innerhalb von drei Wochen gegen die Kündigung (siehe dort), muss das Arbeitsgericht feststellen, ob die Kündigung rechtmäßig ist und ob das Arbeitsverhältnis trotzdem (auf Wunsch des Arbeitnehmers oder des Arbeitgebers) aufgelöst wird. Die »vertrauensvolle« Zusammenarbeit wird wegen des Kündigungsschutzprozesses oft nicht mehr als gegeben angesehen. Einigen sich die Parteien nicht, setzt das Arbeitsgericht die Höhe der Abfindung fest. Abfindungen unterliegen seit 1. 1. 2006 der vollen Steuerpflicht. Abfindungsregelungen sind auch wesentlicher Teil von Sozialplänen.

Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 6. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2016.

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