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In jedem Gemeinwesen existieren Mythen und Erzählungen. Sie stiften Identität, prägen Selbstverständnisse, beeinflussen Wahrnehmungen, legitimieren Machtverhältnisse oder stellen diese infrage. Derartige Narrative gibt es auch in und über Vietnam, das zu den wenigen nach wie vor sozialistischen Staaten der Erde zählt. Dieser Band stellt historische, politische, kulturelle, wissenschaftliche und ökonomische Mythen über Vietnam vor und hinterfragt sie: Was haben sie mit der Wirklichkeit zu tun? Wie prägen sie das Land, aber auch den Blick von außen? Welche Funktionen erfüllen sie - in Vietnam und andernorts? So spielt beispielsweise der Mythos der bundesdeutschen Vietnam-Solidarität immer noch eine große Rolle in den Debatten um die Proteste von 1968. Andere Narrative haben sich über Jahre in Vietnam, aber auch bei vielen internationalen Beobachtern verstetigt: etwa die Mythen über den heroischen Kampf des vietnamesischen Volkes gegen ausländische Invasoren oder die von der Kommunistischen Partei initiierten Reformen. Die elf Beiträge dieses Bandes erläutern die Funktionsweisen solcher Narrative und möchten so zu einem besseren Verständnis des Landes beitragen.


Herausgeber: Jörg Wischermann / Gerhard Will, Seiten: 279, Erscheinungsdatum: 06.11.2018, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 10297

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