Jugend/Jugendliche

Personenkreis zwischen Kindheit (bis etwa zwölf Jahren) und Erwachsenenalter (etwa ab 20 Jahren). Politisch-pädagogisch v. a. deshalb wichtig, weil sich in dieser Zeit die Ablösungsprozesse vom Elternhaus und der Aufbau eines eigenen Wertesystems vollziehen, einerseits J. z. T. Verantwortung tragen und über Rechte verfügen (Ehereife, Wehrpflicht, Wahlrecht, Volljährigkeit), andererseits aber für die eigene Entwicklung noch einen gewissen Schutz beanspruchen (J.-Schutz, J.-Arbeitsschutz) und (elterliche) Unterstützung verlangen können (z. B. aufgrund langer Berufsausbildung, Studium).

J.-Politik hat demnach ein breites Aufgabengebiet, das sich in J.-Hilfepolitik (insb. der Kommunen und des Landes, in DEU nach dem J.-Wohlfahrtsgesetz), J.-Förderungspolitik (z. B. durch vielfältige Formen der Unterstützung durch nicht staatliche Einrichtungen, Organisationen und Initiativen) und der J.-Schutzpolitik (in DEU nach dem Gesetz zum Schutz der J. in der Öffentlichkeit, Gesetz über die Verbreitung j.-gefährdender Schriften, dem J.-Arbeitsschutz etc.) niederschlägt. Die meisten Vereine, Organisationen und Parteien haben ihren Hauptorganisationen J.- Verbände angeschlossen, um auf spezielle Interessen der J. gezielt eingehen zu können.

Siehe auch:
Recht
Wahlrecht
Kommune
Verein
Partei
Verband/Verbände
Interessen

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2018. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln