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9.9.2013

Deutsche Bildungsgeschichte – eine Zeitleiste

Von der Schulpflicht bis zum PISA-Schock: Was waren die wesentlichen Meilensteine in der Entwicklung unserer Bildungslandschaft? Unsere interaktive Zeitleiste führt quer durch die deutsche Bildungsgeschichte.

Schulen und Hochschulen, wie wir sie heute in der Bundesrepublik Deutschland kennen, sind das Ergebnis einer langfristigen Entwicklung, die durch die Erfindung des Buchdrucks, die Reformation und Gegenreformation und die Entstehung von Nationalstaaten in Europa im 18. und frühen 19. Jahrhundert vorangetrieben wurde. Weil Deutschland bis zur Reichsgründung (1870) aus vielen größeren und kleineren Einzelstaaten bestand, war diese Entwicklung sehr uneinheitlich. Schulpolitik blieb auch nach der Reichsgründung Ländersache. In der Weimarer Republik und in der Bundesrepublik Deutschland blieben die föderalen Strukturen erhalten. Aufgehoben wurden sie nur in der Zeit des Nationalsozialismus (1933-1945) und in der Deutschen Demokratischen Republik (1949-1990). Das Erbe der einzelstaatlichen Kulturhoheit prägt bis heute als "Kulturföderalismus" die Bildungslandschaft in Deutschland. Bundeseinheitliche Regelungen bedürfen der Übereinkunft der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder (KMK).

Hier können Sie die Zeitleiste als Vollbild ansehen.

PDF-Icon Zeitleiste: Deutsche Bildungsgeschichte

Dennoch ist die Entwicklung des Schulwesens in allen deutschen Ländern durch sechs gemeinsame Merkmale gekennzeichnet: Entscheidungen über Schulstruktur, Lehrpläne, Abschlüsse und Lehrerbildung waren also mit Ausnahme der Zeit des Nationalsozialismus und der DDR immer Ergebnis von Abstimmungsprozessen zwischen den einzelnen Ländern des Deutschen Reichs beziehungsweise der Bundesrepublik.

Die Daten in der Zeitleiste beziehen sich auf Preußen, wenn nicht ausdrücklich anders erwähnt.
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Juliane Jacobi

Juliane Jacobi

Juliane Jacobi

Prof. Dr. Juliane Jacobi, geb. 1946, lehrte und forschte als Professorin für Historische Pädagogik an den Universitäten Bielefeld und Potsdam. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der Geschichte von Bildung und Erziehung, Religion und Bildung und der Frauen-und Geschlechterforschung. Ihr jüngstes Buch "Mädchen- und Frauenbildung in Europa. Von 1500 bis zur Gegenwart" erscheint im Herbst 2013.


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