Dossier

Lateinamerika



Chile

Die Präsidentschaft des demokratisch gewählten Salvador Allende (s.o.) fand 1973 durch den von Augusto Pinochet angeführten Militär-Putsch ein blutiges Ende. (© picture-alliance/dpa)


Chile ist langweilig geworden seit dem Ende der Militärdiktatur, zumindest aus Sicht der Medien. Während in den Nachbarländern Parteien wie Pilze aus dem Boden schießen und oft ebenso schnell wieder verschwinden, schillernde Führungsfiguren die Politik bestimmen, und Korruptionsskandale oder Regierungs- und Wirtschaftskrisen für Schlagzeilen sorgen, wird Chile seit nunmehr fast achtzehn Jahren vom gleichen Mitte-Links-Parteienbündnis regiert. Politische Streitpunkte werden verhandelt, bevor es zur Krise kommt. Die Wirtschaft wächst, die Armut wurde verringert wie in keinem anderen Land des Kontinents. Und das Korruptionsniveau ist nur geringfügig höher als in Deutschland.

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