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12.2.2020

Feminin - Masculin

Demokratie für alle?

In Iran sind die Busse unterteilt in Bereiche für Männer und Frauen. Die Männer sitzen vorne beim Busfahrer, die Frauen hinten. In Farahnaz Shiris Bus war es genau umgekehrt: Das zeigt der Dokumentarfilm "Feminin, Masculin".

2007: Die Busfahrerin Farahnaz Shiri sorgt für Verwirrung und für Diskussionen: In ihrem Bus müssen die Männer hinten und die Frauen vorne einsteigen. (© 2008 Bundeszentrale für politische Bildung / STEPS International)

2007 drehte die iranisch-kanadische Regisseurin Sadaf Foroughi den Dokumentarfilm "Feminin, Masculin" über die erste Busfahrerin in Teheran: Farahnaz Shiri. Sie ist in der von Männern dominierten Gesellschaft Irans eine Ausnahme. In Iran gibt es in Bussen unterschiedliche Bereiche für Männer und Frauen. Während Frauen üblicherweise hinten einsteigen und im hinteren Bereich des Buses sitzen, steigen Männer vorne ein und sitzen beim Busfahrer. In dem Bus von Farahnaz Shiri war es genau umgekehrt. "Feminin, Masculin" fängt den alltäglichen Kampf von Farahnaz Shiri ein, die Diskussionen und Irritationen, auch die Begeisterung bei einigen Frauen.

Die Busfahrerin Farahnaz Shiri fährt heute nicht mehr ihren Bus. Sie wurde nach wenigen Jahren in ihrem Job gekündigt – ohne offizielle Begründung.
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