Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER)

Der E. ist ein Instrument der EU-Agrarpolitik, er fördert mithilfe von Programmen und Maßnahmen die Entwicklung des ländlichen Raums in den EU-Staaten. Für die Förderperiode 2014 bis 2020 verfügt der Fonds insgesamt über ein Volumen von ca. 95 Mrd. €, wovon für Deutschland ca. 8,2 Mrd. € zur Verfügung stehen. Mit dem E. verfolgt die Gemeinsame Agrarpolitik der EU (GAP) 4 Ziele:

1. die Förderung der Wettbewerbsfähigkeit von Land- und Forstwirtschaft;

2. die Verbesserung der Umwelt, des Tierschutzes und der Landschaft;

3. die Steigerung der Lebensqualität im ländlichen Raum und die Förderung der Diversifizierung der ländlichen Wirtschaft und

4. die Fortsetzung und Weiterentwicklung der ehem. Gemeinschaftsinitiative LEADER durch lokale Entwicklungskonzepte.

In Deutschland sind die Länder für die Erstellung der genauen Förderprogramme und deren Umsetzung verantwortlich. Dabei werden die Fördermittel der EU mit nationalen Geldern von Bund, Ländern und Gemeinden kofinanziert.

Siehe auch:
Agrarpolitik der EU

aus: Große Hüttmann / Wehling, Das Europalexikon (3.Auflage), Bonn 2020, Verlag J. H. W. Dietz Nachf. GmbH. Autor des Artikels: P. Becker

Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln