GATT (Allgemeines Zoll- und Handelsabkommen)

1947 vereinbarten damals 23 Staaten das G [engl.: General Agreement on Tariffs and Trade], um den Außenhandel dieser Länder zu fördern und den Welthandel nach dem 2. Weltkrieg neu zu ordnen. 1995 wurde das G. in die Welthandelsorganisation (WTO) überführt und ist mit 164 Teilnehmerstaaten das wohl wichtigste internationale Handelsabkommen (Stand 2019). Hauptziele des G. waren die Erhöhung des Lebensstandards sowie die Förderung von Beschäftigung, des Realeinkommens und von Wachstum in den Teilnehmerstaaten durch den spürbaren Abbau von Zöllen und Handelshemmnissen sowie die Beseitigung von Diskriminierungen im internationalen Handel. Im Rahmen des G. verhandeln die Teilnehmerstaaten über die Senkung oder Abschaffung von Zöllen und anderen Handelshemmnissen. Bisher fanden 9 Verhandlungsrunden statt, bei denen die durchschnittlichen Zollsätze spürbar gesenkt werden konnten. Sitz des G.-Sekretariats war Genf, wo heute die WTO angesiedelt ist.

aus: Große Hüttmann / Wehling, Das Europalexikon (3.Auflage), Bonn 2020, Verlag J. H. W. Dietz Nachf. GmbH. Autor des Artikels: P. Becker

Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln