Konjunkturpolitik

alle wirtschaftspolitischen Maßnahmen des Staates, die darauf gerichtet sind, die gesamtwirtschaftlichen Schwankungen, die Konjunktur (siehe dort), zu glätten und eine möglichst beständige wirtschaftliche Entwicklung zu bewirken. Die stetige Wirtschaftsentwicklung soll dabei vor allem bei Vollbeschäftigung erreicht werden, weshalb häufig auch von Konjunktur- und Beschäftigungspolitik (siehe dort) gesprochen wird.

Die Konjunkturpolitik basiert vor allem auf den Erkenntnissen von John Maynard Keynes (* 1883, † 1946) und seiner Beschäftigungstheorie, dem Keynesianismus. Die konjunkturpolitischen Ziele und Mittel sind in der Bundesrepublik in verschiedenen Gesetzen, vor allem aber im Stabilitätsgesetz verankert: Stabilität des Preisniveaus, hoher Beschäftigungsstand, außenwirtschaftliches Gleichgewicht sowie stetiges und angemessenes Wirtschaftswachstum.

Wesentliche Teilbereiche der Konjunkturpolitik sind: 1) die Fiskalpolitik (siehe dort), vor allem als antizyklische, d. h. gegen den Konjunkturverlauf gerichtete Einnahmen- und Ausgabenpolitik; 2) die Geldpolitik (siehe dort), für die seit 1999 nicht mehr die Deutsche Bundesbank zuständig ist, sondern die Europäische Zentralbank; 3) die Außenwirtschaftspolitik (siehe dort); 4) die Lohnpolitik (siehe dort), für die Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände verantwortlich sind.

Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 6. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2016.

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