Rationalisierung

alle Maßnahmen, um bestehende betriebliche Regelungen und Abläufe zu verbessern, d. h. den teuren Faktor Arbeit durch Maschinen, Veränderung der Arbeitsabläufe, Zukauf von Teilen zu ersetzen. Rationalisierung dient der Kostensenkung im Betrieb, z. B. durch Verbesserung der Auftragsabwicklung, besserer Organisation der Lagerhaltung und der kostengünstigeren Produktion. Sie soll die Produktivität, die Wirtschaftlichkeit und die Rentabilität verbessern, d. h., je größer das Verhältnis dieser Kennzahlen ist, desto rationeller arbeitet der Betrieb.

Rationalisierungsmöglichkeiten ergeben sich in der Fertigung z. B. durch Automatisierung (siehe dort), Beschaffung leistungsfähigerer Maschinen (gleicher Preis, doppelte Leistung), Verringerung der Lagervorräte durch ein verändertes Zulieferersystem im Rahmen der Just-in-time-Fertigung (siehe dort), Vereinheitlichung von Teilen durch Normung (siehe dort) und Typisierung (siehe dort) wie der Einsatz eines Baukastensystems, sodass bestimmte Teile zur Herstellung mehrerer Erzeugnisse verwendet werden (Automobilindustrie, z. B. Motor, Chassis).

Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 6. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2016.

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