Zweitstimme

Mit der Zweitstimme wird das Verhältnis der Parteien
im Parlament gewählt.


Es gibt verschiedene Regeln für die Organisation von Wahlen.
Bei vielen politischen Wahlen in Deutschland
werden ähnliche Regeln benutzt.
Zum Beispiel bei der Bundestagswahl.
oder bei den Landtagswahlenin vielen Bundesländern.
Bei diesen Wahlen haben die Wähler und Wählerinnen
eine Erststimme und eine Zweitstimme.
Es gibt aber auch andere Regeln für Wahlen:
Im Bundesland Saarland oder bei der Europawahl
haben die Wähler und Wählerinnen nur eine Stimme.
Sie können trotzdem gleich viel mitentscheiden.


Bei Wahlen mit einer Erststimme und einer Zweitstimme,
wird mit der Zweitstimme das Verhältnis der Parteien im Parlament gewählt.
Mit der Zweitstimme wird also entschieden:
Wie viele Abgeordnete von einer Partei im Parlament sind.
Und damit welche Partei mehr Gewicht im Parlament hat.


Ein Beispiel:
Doppelt so viele Menschen haben die Partei X gewählt wie die Partei Y.
Dann bekommt auch die Partei X doppelt so viele Sitze im Parlament
wie die Partei Y.
Die Partei X hat also mehr Gewicht im Parlament
als die Partei Y.

Mit der Zweitstimme wird keine direkte Person,
sondern die Liste einer Partei gewählt.

Das bedeutet:
Vor der Wahl machen Parteien eine Liste.
Auf der Liste stehen Personen.
Die Personen wollen Abgeordnete im Parlament werden.
Die Personen können Mitglieder einer Partei sein.
Es sind aber auch Personen auf der Liste,
die keine Parteimitglieder sind.
Mit der Liste wird auch eine Reihenfolge festgelegt:
Die Abgeordneten oben auf der Liste,
bekommen eher einen Sitz im Parlament.

Wenn Wähler oder Wählerinnen denken
Die Partei hat gute Ideen!
Oder die Kandidatenauf der Liste sind gut!
Dann wählen sie mit der Zweitstimme die Liste dieser Partei.

Mehr Informationen zur Erststimme gibt es hier





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