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6.12.2019

Künstliche Intelligenz

Intelligenz ist eine menschliche Fähigkeit.
Intelligenz bedeutet,
lernen zu können und sein Handeln zu planen.

Viele Forscher und Forscherinnen beschäftigen sich mit der Frage:
Können wir auch Computern beibringen, intelligent zu sein?
Können wir auch Computern beibringen, zu denken, zu lernen und zu planen?

Das heißt künstliche Intelligenz.
Die Abkürzung dafür ist KI.

Künstliche Intelligenzen sind in einem bestimmten Bereich intelligent,
zum Beispiel beim Gesichter erkennen,
beim Schachspielen oder beim Autofahren.

Künstliche Intelligenzen lernen aus einer bestimmten Menge an Daten.
So eine Menge an Daten können zum Beispiel Bilder von vielen Gesichtern
und Bilder von anderen Dingen sein.
Auf den Bildern sucht die künstliche Intelligenz dann
nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden.
Irgendwann hat die künstliche Intelligenz dann gelernt,
wie Gesichter aussehen.
Wenn die künstliche Intelligenz dann neue Bilder mit Gesichtern verarbeitet,
kann sie Gesichter selbstständig erkennen.

Die Daten aus denen künstliche Intelligenzen lernen,
müssen zu der Aufgabe passen, die gelöst werden sollen.
Und die Daten müssen auch unterschiedlich genug sein.
Es müssen also Bilder von Männern, Frauen und Kindern sein.
Und es müssen Bilder von Menschen mit unterschiedlicher Hautfarbe sein.
Sonst erkennt die künstliche Intelligenz
am Ende vielleicht nur Bilder von weißen Männern.

Künstliche Intelligenzen lernen also nur aus den Daten,
die Menschen ihnen vorlegen.

Computer haben so auch Schach oder Pokerspielen gelernt.
Die Computer sind so gut in dem Spiel,
dass sie die besten menschlichen Spieler und Spielerinnen besiegen.

Computer können auch Autofahren lernen.
Dann steuert nicht mehr ein Mensch das Auto.
Ein Computer steuert dann das Auto.
Das nennt man selbstfahrende Autos oder autonomes Fahren.

Künstliche Intelligenzen sind in einem bestimmten Bereich intelligent,
zum Beispiel beim Gesichter erkennen,
beim Schachspielen oder beim Autofahren.

In selbstfahrenden Autos gibt es Kameras und Sensoren.
Die Kameras machen Bilder von der Straße.
So kann der Computer Ampeln, Verkehrsschilder, andere Autos,
Fußgänger und Radfahrer erkennen.

(© bpb)


Die Sensoren messen den Abstand zu Hindernissen.
Der Computer weiß, dass das Auto bremsen muss,
wenn ein Hindernis auf der Straße ist oder wenn die Ampel rot ist.

Selbstfahrende Autos gibt es schon.
Sie sind aber noch nicht im Straßenverkehr im Einsatz.

Selbstfahrende Autos haben Vorteile. Aber es gibt auch Nachteile:

Der Computer kann kaputt gehen und dann einen Fehler machen.
Außerdem können Menschen die Computer
in den selbstfahrenden Autos absichtlich verändern.
Als Folge baut das Auto einen Unfall und richtet großen Schaden an.

Sprachassistenten

(© bpb)

Ein anderes Beispiel für künstliche Intelligenz sind Sprachassistenten.
Zum Beispiel Alexa, Siri oder die Sprachassistenten in Ihrem Smartphone.

Sprachassistenten reagieren auf bestimmte Signalwörter. Zum Beispiel auf: Außerdem antworten sie uns auch.
Wenn einer fragt, wie das Wetter morgen wird,
suchen die Sprachassistenten die Antwort im Internet.

Der Sprachassistent kann gesprochene Sprache in Text umwandeln.
So können Sie Nachrichten nur mit der Stimme schreiben und versenden.

Mit einem Sprachassistenten können Sie auch das Internet der Dinge steuern.

Wenn der Sprachassistent sein Signalwort hört, schaltet er sich ein.
Ihre Befehle oder Fragen werden aufgenommen und über das Internet
an weit entfernte Computer weitergeleitet.
Ihre Befehle oder Fragen werden nicht in dem Sprachassistenten beantwortet.
Die weit entfernten Computer bearbeiten die Befehle oder Fragen.
Die weit entfernten Computer senden dann das Ergebnis zurück
an die Sprachassistenten.

Sprachassistenten können lernen,
die Stimme von bestimmten Personen zu erkennen.
Dann reagieren Sie nur auf diese Stimme
und sie gewöhnen sich an die Sprechweise der Person.

Je öfter die Person mit dem Sprachassistenten redet,
desto besser versteht er die Person.
Die Sprachassistenten lernen also durch jede Anfrage.

Manche Menschen finden Sprachassistenten nützlich.
Zum Beispiel kann man die Kaffeemaschine mit der Stimme einschalten,
wenn man noch im Bett liegt.
Auch für Menschen, die ihre Arme und Hände nicht benutzen können,
sind Sprachassistenten nützlich.
Sie können damit viele Geräte steuern.
Menschen, die nicht lesen oder schreiben können,
können die Sprachassistenten lesen oder schreiben lassen.

Der Sprachassistent im Smartphone liest einer blinden Frau vor. (© imago images / Design Pics)


Viele Menschen befürchten aber auch,
dass Sprachassistenten zu viele Daten von ihnen sammeln.
Sobald der Sprachassistent das Signalwort hört,
nimmt er alles auf, was gesagt wird.
Er speichert auch, wann die Frage gestellt wird
oder den Ort, an dem sich das Gerät gerade befindet.
Alle diese Daten leitet der Sprachassistent
an die Computer der Unternehmen weiter.

Manche Menschen haben Sorge,
dass sich der Sprachassistent auch ohne Signalwort einschaltet
und etwas aufnimmt, das niemanden etwas angeht.
Manche Menschen warnen,
dass die von Sprachassistenten gesammelten Daten geklaut
und weiterverkauft werden können.

Deshalb befürchten manche Menschen,
dass die Unternehmen zu viel Macht über sie bekommen.

(© bpb)




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