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2.9.2021

V–Partei³ – Partei für Veränderung Vegetarier und Veganer

V-Partei³

Gründungsjahr Bundesverband
2016*
Mitgliederzahl in Deutschland
1.200*
Bundesvorsitz
Roland Wegner*
Wahlergebnis 2017
0,1 Prozent
*nach Angaben der Partei

Die "V–Partei³ – Partei für Veränderung Vegetarier und Veganer" (V-Partei³) gründete sich im Rahmen der Messe "VeggieWorld" 2016 in München. Mit der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2017 nahm die Partei erstmalig an einer Wahl teil. Bei der Bundestagswahl 2017 trat sie in zwölf Bundesländern an. Ihr Leitsatz lautet "Wir lieben das Leben", womit die Partei darauf hinweisen will, dass sie jedes Leben als schützenswert erachtet. Laut eigenen Angaben sind die Hauptzielgruppe der V-Partei³ "Bürger*innen, die mit Weitsicht die globalen Zusammenhänge und Auswirkungen des Wachstums, Konsums und Essverhaltens verstehen" und vorrangig Veränderungen zu einer bio-veganen Ausrichtung der Landwirtschaft und langfristig den Ausstieg aus der Nutztierhaltung anstreben. Ihre weiteren Kernforderungen beziehen sich auf die Verbesserung des Verbraucher-, Klima- und Tierschutzes. Nach eigenen Angaben möchte sich die V-Partei³ durch ihre kompromisslose Haltung von anderen ökologischen Parteien abgrenzen. Eine weitere Forderung ist die Senkung des Wahlalters auf 15 Jahre, um der sogenannten Politikverdrossenheit entgegenzuwirken.

Das Kurzprogramm der V-Partei³ zur Bundestagswahl 2021 erweitert das Grundprogramm und orientiert sich an den Begriffen "Veränderung, Verantwortung und Vernunft". Mit der Formel "Entwicklung statt Wachstum" will sie in der Energieversorgung auf eine Ausrichtung auf Nachhaltigkeit setzen, die natur- und ressourcenschonend ist und auf erneuerbare Energien baut. Auch werden die Förderung "umweltfreundlicher Verkehrsmittel" sowie die kostenlose Nutzung des ÖPNV als zentrale Anliegen formuliert. Für die Beseitigung von Fluchtursachen wird Deutschland aufgefordert, Nahrungsmittel gerecht zu verteilen und Waffenexporte zu stoppen. Die V-Partei³ spricht sich zudem für die "Gleichstellung aller Geschlechter" und für die "Aufklärung über den gesundheitsförderlichen Nutzen pflanzlich-vollwertiger Ernährung" an Schulen aus. Die Kochausbildung soll ohne Verwendung von Tierprodukten auskommen.

Merve Schmitz-Vardar

Merve Schmitz-Vardar

Merve Schmitz-Vardar, M.A., ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Politikwissenschaft der Universität Duisburg-Essen. Ihre wissenschaftlichen Schwerpunkte sind politische Kulturforschung in Einwanderungsgesellschaften, Vergleichende Demokratieforschung und Intergruppenbeziehungen.


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