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30.6.2014

Filme und Teamerworkshops zur Islamismusprävention in Schulen und Jugendeinrichtungen

Mit Filmen und Workshops präventiv im Unterricht arbeiten

Dr. Jochen Müller von ufuq.de im World Café. (© Tobias Vollmer/bpb)

Ufuq.de ist seit 2007 in der Islamismusprävention von Kindern und Jugendlichen tätig

Um jugendlichen Muslimen zu zeigen, dass sie sich in Deutschland selbstverständlich dazugehörig fühlen sollen, setzt der Verein ufuq.de auf Aufklärung und Islamismusprävention in Schulen und Jugendeinrichtungen. Mit Filmen und passenden Hintergrundinformationen gehen die vom Verein ausgebildeten Teamerinnen und Teamer in die Schulen, um dort den Dialog anzuregen. "Die Jugendlichen sollen miteinander ins Gespräch kommen, der Dialog und die Diskussion sind wichtig", sagt Dr. Jochen Müller, Islamwissenschaftler und Mitbegründer des Berliner Vereins.

Ufuq.de hat zuletzt in verschiedenen deutschen Großstädten Teamerworkshops und Fortbildungen für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren durchgeführt. Die Teamerinnen und Teamer in der Regel zwischen 20 und 30 Jahren alt, gehen in die Schulen und Jugendeinrichtungen, um gemeinsam mit den Pädagoginnen und Pädagogen vor Ort über das Zusammenleben verschiedener Religionen in Deutschland zu informieren. "Wir wollen zeigen, dass die Religionen in Deutschland sehr wohl miteinander leben können", sagt Müller. Sieben Filme sind in den vergangenen Monaten entstanden, die über den Islam informieren. "Die Schülerinnen und Schüler sollen Kenntnisse über den Islam gewinnen, um selbst mitreden zu können, sich eine eigenen Meinung bilden zu können und nicht unwissend der Propaganda ausgesetzt zu werden", erklärt der Berliner. Ein Film zeigt beispielsweise, dass der Islam ein Teil von Deutschland ist – ein anderer verdeutlicht, dass der Islam und die Demokratie kompatibel sind und die Jugendlichen sich nicht zwischen beiden entscheiden müssen.

Bei der Prävention setzt Müller auch auf die Schulung der Lehrerinnen und Lehrer. "Viele Pädagogen sind überfordert und verstehen nicht, was in den Schülern vorgeht." Mit den Materialien des Vereins, so Müller, könne die Präventionsarbeit in den Schulen vorangetrieben werden. Die Workshops sind grundsätzlich ab der achten Klasse geeignet. Aber auch schon in der sechsten Klasse könne das Thema behandelt werden. Wichtig bei der Präventionsarbeit sei der Lebensweltbezug. Die Jugendlichen haben unterschiedliche Ansichten über ihre Lebenswelt. Schon allein, dass sie darüber untereinander sprechen und diskutieren, distanziert sie von dem gefährlichen Schwarz-Weiß-Denken", so Müller.

Weitere Informationen unter www.ufuq.de
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