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26.5.2002

Zivilcourage - eine demokratische Tugend

Welche Kompetenzen sind nötig, um Zivilcourage als demokratische Tugend zu fördern?

Zivilcourage ist eine demokratische Tugend, die heute notwendiger denn je erscheint. Denn: Ihre Ziele sind am Gemeinwohl orientiert.

I. Vorbemerkungen

In den Medien und in öffentlichen Aufrufen wird Zivilcourage häufig als Tugend genannt, um Gewalt abzuwenden und potenzielle Opfer zu schützen. In den Kommentaren, Berichten und Leitartikeln wird couragiertes soziales Verhalten eingefordert. Es bleibt jedoch vielfach bei einem moralischen Appell, ohne konkrete Handlungsanleitung. Damit wird nur eine Seite von Zivilcourage benannt und nicht aufgezeigt, dass es heißt, den Mut zu haben, sich nicht wie die anderen zu verhalten und alleine gegen den Strom zu schwimmen. Es wird in den Medien kaum deutlich, welchen Einsatz Zivilcourage fordert und dass damit auch Nachteile und Risiken verbunden sein können.


Zivilcourage steht als demokratische Tugend im Widerstreit zu anderen Werten. Eigensinn und das individuelle Streben nach Glück zum Beispiel können eine demokratische Tugend, die am Gemeinwohl orientiert ist, vergessen lassen. Aus der Schwierigkeit, sich anders zu verhalten als gewohnt, sich dem Gemeinwohl zu verpflichten statt dem Eigennutz, ergibt sich ein Dilemma. Das Bedürfnis, die eigene Haut zu retten, also besser nicht einzugreifen, sich einem Streit nicht zu stellen, nicht hinzusehen und sich keine Zeit zu nehmen, lässt die egoistischen Ziele obsiegen - in einer Welt, die stark auf individuelles Glück ausgerichtet ist. Ergebnis des - ellenbogenbewehrten - egoistischen Verhaltens sind Verliererinnen und Verlierer sowie zunehmende Gewalt. Der Blick für kooperative Lösungen geht verloren. Ohnmacht und die Unfähigkeit, Handlungsprozesse selbst zu gestalten, können die Folge sein.


Dieses Dilemma auszuhalten, zwei Seiten einer Medaille zu sehen, gemeinsame Ziele auszuhandeln, aufeinander abzustimmen und in Handlungsschritte umzusetzen bedarf der Ausbildung verschiedener Kompetenzen. Notwendig sind

- ein hohes Maß an Phantasie und Kreativität, die befähigen, sich in andere hineinzuversetzen;

- der Mut zum Widerspruch - auch gegen herrschende Tendenzen - um der Menschlichkeit willen;

- die Fähigkeit zur aktiven, gleichberechtigten Beziehung zu anderen Menschen;

- die Bereitschaft zur Kooperation;

- die Fähigkeit, Außenseiterpositionen einzunehmen, um zu einer anderen Sichtweise und damit zu einer besseren und ausgeprägten Urteilsfähigkeit zu gelangen;

- die Fähigkeit, eine Sache auf den Punkt zu bringen und ungewohnte Sichtweisen anzusprechen;

- die Toleranz gegenüber abweichenden Meinungen;

- die Fähigkeit, Vertrauen in die Leistungen der anderen zu entwickeln;

- die Fähigkeit, Fehler als Chance für Verbesserung und Lernen zu begreifen, statt diese wertend einer Person anzulasten und

- die Fähigkeit zur Kommunikation.

Diese Kompetenzen bilden einen Rahmen, um Konflikte anders auszutragen, statt sie zu vermeiden oder zu unterdrücken. Damit besteht die Möglichkeit, dass die Beteiligten ihren Streit in die Hand nehmen, statt aus Angst Eskalationen zu begünstigen.

II. Konfliktverständnis

Im Alltagsverständnis ist die Wahrnehmung von Konflikten jedoch nicht so offen. Konflikte sind - wie die häufig synonyme Verwendung des Begriffes "Aggression" zeigt - eher negativ besetzt. Die begriffliche Unterscheidung zwischen Aggression und Konflikt ist jedoch wesentlich für ein konstruktives Verständnis von Konflikten. Denn Konflikte können in ihrer Beschaffenheit als konstruktiv oder destruktiv wahrgenommen und dementsprechend ausgetragen werden. Aggression hingegen beinhaltet nur einen destruktiven Prozessverlauf. Nach der Definition von Susan K. Boardman und Sandra V. Horowitz ist ein Konflikt die Unvereinbarkeit von Verhaltensweisen, Erkenntnissen und/oder Gefühlen, die in einer aggressiven Form ausgedrückt werden kann [1] .

Morten Deutsch [2] betont, dass Konflikte in ihrer Beschaffenheit als positiv betrachtet werden sollten, unabhängig von der Konfliktursache. Sie stellen nach seiner Aussage die Basis für jede persönliche und soziale Veränderung dar. Wenn Konflikte konstruktiv ausgetragen werden, können sie dazu beitragen, dass sich soziale und persönliche Änderungen positiv auswirken. Daher sollte Wissenschaft nicht das Ausschalten und Isolieren von Konflikten zum Ziel haben, sondern Möglichkeiten aufzeigen und Methoden entwickeln, die einen konstruktiven Umgang mit Konflikten fördern. Jeffrey Z. Rubin, Dean G. Pruitt und Sung Hee Kim [3] definieren Konflikt als einen subjektiv wahrgenommenen Gegensatz von Interessen zwischen Personen oder ihrer Vorstellung, dass die von ihnen erwünschten Ziele nicht gleichzeitig erreichbar sind. In einer Konfliktsituation hat die subjektive Realität nach Meinung der Autoren einen direkten und unmittelbaren Einfluss auf das Verhalten einer Person und ist somit bestimmend für deren Umgang mit Konflikten.

Konflikte können zwischen einzelnen Personen, zwischen gesellschaftlichen Gruppen und zwischen Nationen ausgetragen werden. Die Grundlage für den Konflikt können dabei viele verschiedene Faktoren bilden; sie können z. B. ökonomischer, gesellschaftlicher oder kultureller Art sein. Diese Faktoren sind nicht immer offensichtlich und manchmal müssen sie über Umwege ergründet werden. Daher ist es besonders wichtig, in der Bearbeitung von Konflikten eine offene Haltung einzunehmen, d. h., einen weiten Blickwinkel zu haben, der alle möglichen Faktoren, die eine Person beeinflussen können, erfassen kann.

Besonders in einem kulturellen Kontext oder in nationalen und ethnischen Zusammenhängen ist diese offene Haltung von großer Bedeutung. Gerade bei Konflikten zwischen Parteien unterschiedlicher nationaler oder ethnischer Zugehörigkeit wird die Konfliktursache schnell an den jeweiligen kulturellen Unterschieden festgemacht, ohne zu beachten, dass auch andere Faktoren eine Rolle spielen können. In einem multikulturellen Kontext steht daher die individuelle Definition von Kultur im Vordergrund. Sie kann auch Variablen wie z. B. Alter, Geschlecht, individuelle Interessen u. Ä. enthalten, in denen die Konfliktursachen angesiedelt sein können. Aus dieser Perspektive wird "das Kulturelle verstanden als Bestandteil jeder Lebenspraxis, als der Versuch, dem eigenem Leben einen Sinn zu geben" [4] . Diese Variablen können nach Aussage verschiedener Autoren [5] unter Umständen einen weitaus größeren Einfluss auf das Verhalten einer Person haben als ihre ethnische und nationale Zugehörigkeit.

Die Handlungsweisen, die eine Person in einer Konfliktsituation zeigt, dürfen nicht nur aufgrund ihrer ethnischen oder nationalen Zugehörigkeit erklärt werden, sondern sie sind auch ein fundamentaler Teil ihrer Sozialisation und müssen für einen konstruktiven Umgang mit Konflikten in der Interaktion bewusst wahrgenommen werden.

III. Bedingungen im Umgang mit Konflikten

Konflikte können als sehr viel schwieriger wahrgenommen werden, als sie tatsächlich sind. Nicht selten kommt es vor, dass sich Konflikte verselbständigen oder die betroffenen Parteien sich so "in einem Konflikt verwickeln", dass sie nicht mehr das Gefühl haben, eigenständig handeln zu können. In Konfliktsituationen laufen verschiedene psychologische Prozesse gleichzeitig ab. In der Wechselwirkung miteinander führen sie zur "zunehmenden Verzerrung der Perzeption, zur Fixierung der negativen und feindseligen Einstellungen und zu destruktivem Verhalten der Konfliktparteien" [6] .

Im Folgenden werden das dual-concern-Modell (vgl. Abbildung) und das Modell der motivationalen Orientierung von Morton Deutsch [7] als zwei Erklärungsansätze dafür vorgestellt, wie verschiedene Strategien im Umgang mit Konflikten gewählt werden. Das dual-concern-Modell wurde entwickelt, um individuelle Unterschiede im Umgang mit Konflikten zu erklären. Es sagt aus, dass unser Konfliktstil von zwei Variablen beeinflusst wird: vom Interesse am eigenen Wohlergehen und vom Interesse am Wohlergehen der anderen Partei.

Die Faktoren "Interesse am eigenen Wohlergehen" und "Interesse am Wohlergehen der anderen Partei" werden als zwei voneinander unabhängige Faktoren betrachtet. Die Ausprägung beider Faktoren reicht auf einer Skala von niedrig bis hoch.

Es gibt vier mögliche Strategien, die wahlweise in einem Konfliktfall eingesetzt werden können [8] . Die erste Strategie wird als "Angreifen/Wetteifern" bezeichnet. Wird diese Strategie im Umgang mit Konflikten eingesetzt, versucht die eine Partei, einen Konflikt nur auf der Basis ihrer eigenen Interessen zu lösen, ohne die Interessen der anderen Person zu berücksichtigen (win-lose-Lösung). Die zweite Strategie wird als "Problemlösung/Kooperation" bezeichnet. Hierbei suchen die Parteien nach einer Lösung, die die Interessen beider Seiten berücksichtigt (win-win-Lösung). In der Strategie, die von den Autoren als "Nachgeben" bezeichnet wird, gibt eine Partei einen Teil ihrer Interessen auf, um zu einer Lösung in dem Konflikt zu kommen. Sie konzentriert sich auf die Befriedigung der Interessen ihres Konfliktpartners und schenkt dabei ihren eigenen Interessen wenig Beachtung (lose-win-Lösung). Schließlich kann eine Strategie eingesetzt werden, die als "Vermeiden" betitelt wird. In diesem Fall hat eine Person wenig oder gar kein Interesse, die eigenen Bedürfnisse oder auch die Bedürfnisse der anderen Partei zufrieden zu stellen (lose-lose-Lösung). Diese Strategie ist durch einen Zustand gekennzeichnet, in der überhaupt keine Handlungen mehr erfolgen.

Nach Morton Deutsch [9] ist es eher die Motivation in einem Konflikt, die bestimmt, welche Strategie gewählt wird. Er unterscheidet drei Orientierungen, die eine Person in einem Konflikt haben kann. Diese sind kooperatives, wetteiferndes und individualistisches Verhalten. Das kooperative Verhalten ist der Strategie des "Problemlösens" im dual-concern-Modell ähnlich und besagt, dass eine Partei in einer Konfliktsituation ein positives Interesse am eigenen Wohlergehen und am Wohlergehen der anderen Partei (win-win-Lösung) hat. Wenn hingegen eine Partei in einem Konflikt alles versucht, um die eigenen Interessen so gut wie möglich zufrieden zu stellen, ohne weiteres Interesse am Wohlergehen der anderen Partei zu zeigen (win-lose Lösung), ist dies individualistisches Verhalten. Die dritte Orientierung in einem Konflikt ist das wetteifernde Verhalten. In diesem Konfliktstil versucht eine Partei, die eigenen Interessen so gut wie möglich zu vertreten und zudem noch erfolgreicher zu sein als der Konfliktgegner (win-lose-Lösung). Nach einem Grundsatz von Morton Deutsch [10] führt das kooperative Verhalten einer Partei dazu, dass der Konfliktgegner auch ein eher kooperatives Verhalten in der Interaktion zeigt. Entsprechend verhält es sich bei einem eher wetteiferndem Verhalten oder einem eher indvidualistischem Verhalten.

Welche Strategie in einem Konflikt gewählt wird und welchen Verlauf ein Konflikt nimmt, ist durch viele verschiedene Faktoren bestimmt. Einige der Faktoren werden im Folgenden beschrieben

1. Individuelle Eigenschaften der Konfliktparteien



Individuelle Fähigkeiten und Qualitäten, die von beiden Parteien in eine Konfliktsituation eingebracht werden, müssen von beiden gleichermaßen betrachtet werden [11] . Individuelle Eigenschaften und Charakteristika wie Vorurteile, der Wunsch nach Ordnung, nach Kontrolle u. A. können den Verlauf eines Konflikts beeinflussen und die Neigung einer Person zu einem bestimmten Konfliktstil bestimmen [12] . Diese Besonderheiten und Eigenschaften müssen sich die Konfliktparteien vergegenwärtigen, damit in Konflikten entsprechend gehandelt werden kann. Dabei ist es wichtig zu überlegen, welche Ziele und Interessen die Konfliktgegner mit ihren Handlungen erreichen bzw. befriedigen möchten.

2. Die Beziehung zwischen den Konfliktparteien



Die Beziehung zwischen den Konfliktparteien (vor dem Konflikt) ist für den Konfliktverlauf von besonderer Wichtigkeit. So bestimmt die Haltung, die anderen Parteien gegenüber eingenommen wird, und die Vorstellungen, die Konfliktparteien voneinander haben, deren Verhalten in einer Konfliktsituation [13] . In einer Beziehung, die von gegenseitigem Respekt und Vertrauen getragen ist, werden die Parteien nach Möglichkeit versuchen, gemeinsam an dem Konflikt zu arbeiten, um eine zufriedenstellende Lösung für beide Parteien zu finden (win-win-Lösung). In dem gegenläufigen Fall werden sie alles versuchen, um aus dem Konflikt als Gewinner hervorzugehen (win-lose-Lösung), d. h. ausschließlich ihre eigenen Interessen durchsetzen.

3. Der Kontext, in dem ein Konflikt ausgetragen wird



Die Situation, in der ein Konflikt ausgetragen wird, kann durch verschiedene Faktoren zur Entwicklung des Konfliktes beitragen. Ein bedeutender Aspekt in diesem Zusammenhang ist ein möglicher Macht- bzw. Statusunterschied zwischen den einzelnen Parteien [14] . Der Handlungsrahmen und die sozialen Normen, die in einer bestimmten Situation vorherrschen, können eine bedeutende Rolle in der Bearbeitung von Konflikten spielen. Die Frage, welche Rolle Konflikte in einer bestimmten Gesellschaft spielen und inwieweit gewalttätiges Verhalten toleriert wird, ist in diesem Punkt von großer Bedeutung. Hierbei muss man sich stärker mit strukturellen Fragen auseinander setzen und die unterschiedlichen Systeme innerhalb einer Gesellschaft näher untersuchen.

4. Die Unterscheidung zwischen Positionen und Interessen



Die Unterscheidung zwischen Positionen und Interessen ist grundlegend für den konstruktiven Umgang mit Konflikten [15] . Die Position stellt die Meinungsäußerung dar, die in einem Konflikt nach außen vertreten wird. Die Interessen hingegen sind die Beweggründe, die hinter der Position stehen. Nach Aussage von Roger Fisher, William Ury und Bruce Patton sind die Interessen sehr viel bedeutender als die Positionen in der Bearbeitung eines Konflikts. Wenn die Interessen beider Parteien in einem Konflikt untersucht werden, kann man häufig feststellen, dass auch bei gegensätzlichen Positionen die Interessen oft identisch sein können. Wenn die gemeinsamen Interessen erkundet und deutlich dargestellt werden, erhöht dies oft die Motivation der Konfliktparteien, an unterschiedlichen Lösungen zu dem Konflikt zu arbeiten.

Die Vorstellung, dass ein Konflikt nur auf eine bestimmte Art gelöst werden kann, ist durch das unnachgiebige Festhalten an einer bestimmten Position, die in einem Konflikt eingenommen wurde, gekennzeichnet. Das führt dazu, dass sich Parteien die Möglichkeit verschließen, ihre Interessen, die ihre Position begründen, zufrieden zu stellen. So fördern sie einen destruktiven Konfliktverlauf.

IV. Soziale Kompetenz

"Soziale Kompetenz bedeutet im heutigen Verständnis den Einsatz verantwortungsbewussten Handelns beim Eintreten für die eigenen Bedürfnisse und Rechte, also ohne damit die Rechte anderer Menschen einzuschränken." [16] Nach Georg Schottmayer ist die soziale Kompetenz die "Grundlage unserer Existenz" [17] . Durch sie kann der Ausgleich zwischen unseren individuellen Bedürfnissen und unseren Bedürfnissen nach Zugehörigkeit geschaffen werden. Die soziale Kompetenz ist keine einzelne oder isolierte Kompetenz. Sie setzt sich vielmehr aus einer Vielzahl von Kompetenzen zusammen, von denen die Kommunikationsfähigkeit, Kooperationsfähigkeit und die Konfliktfähigkeit die wichtigsten darstellen [18] . Es wird betont, dass sozial kompetentes Verhalten auch die Verantwortung für Handlungen einschließt, die über die eigenen Interessen hinausgehen. Das heißt, eine Person, die über soziale Kompetenz verfügt, wird ihr Handeln so abstimmen, dass nicht nur die eigenen Interessen, sondern auch die Interessen der Interaktionspartner beachtet werden. Gerade im Sinne von Beeinflussung und der Führung von Menschen kommt der sozialen Kompetenz eine wichtige Bedeutung zu, weil sich die eigene Handlung auf die Situation anderer auswirken kann.

Soziale Kompetenz gilt als Basiswissen, mit dessen Hilfe positive Beziehungen mit Menschen eingegangen werden können [19] . Ihr Fehlen kann - durch die Unfähigkeit, positive soziale Beziehungen mit anderen Menschen herzustellen und zu halten - negative Auswirkungen auf die psychische Gesundheit haben.

1. Kooperation



Kooperationsfähigkeit stellt ein grundlegendes Element der sozialen Kompetenz dar. Kooperation bedeutet, dass Menschen zusammenarbeiten, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Es wird nach Ergebnissen gestrebt, die eigene Interessen und die der anderen Person gleichermaßen zufrieden stellen [20] . In diesem Sinne kann Kooperation als ein demokratischer Prozess zwischen zwei Personen oder Gruppen verstanden werden, die miteinander in Interaktion stehen. Wird Kooperation voll entwickelt und eingesetzt, führt sie in der Regel zu einer höheren Produktivität und Leistung, zu positiveren Beziehungen zwischen Personen und fördert eine gute emotionale Verfassung [21] .

Eine kooperative Haltung wird in erster Linie durch eine offene und ehrliche Kommunikation deutlich, in der wichtige Informationen einander nicht vorenthalten werden. Die Wahrnehmung von Gemeinsamkeiten - z. B. bei bestimmten Vorstellungen und Idealen - ist in einem kooperativen Kontext besonders ausgeprägt [22] . Die Vorstellung, dass ähnliche Ziele verfolgt werden, führt zu einer höheren Akzeptanz der anderen Person. Diese zeigt sich in gegenseitigem Vertrauen, Freundlichkeit und einer höheren Bereitschaft, der anderen Person zu helfen und sie zu unterstützen. Folglich sind die Personen motiviert, ihre individuellen Fähigkeiten so einzusetzen, dass sie sich in verschiedenen Situationen gegenseitig ergänzen und nicht ausschließen. Die konstruktive "Bearbeitung" von schwierigen Situationen wird so wahrscheinlicher.

2. Wetteifern



Während in einem kooperativen Kontext durch das Verhalten einer Partei die eigenen Erfolgschancen und die der anderen Partei wachsen, herrscht in einem wetteifernden Kontext die Vorstellung vor, dass die eigenen Erfolgschancen nur hoch sind, wenn die der anderen Partei niedrig sind [23] . Der wetteifernde Prozess ist nach Morton Deutsch durch die mangelnde oder nicht hinreichende Kommunikation zwischen beiden Parteien charakterisiert. Die Kommunikation ist nicht offen, sodass wichtige Informationen in der Interaktion ausgelassen werden. Dies führt zu einem verstärkten Misstrauen der anderen Partei gegenüber, die sich wiederum in unzureichender Kommunikation widerspiegelt. Hierdurch wird eine aggressive Stimmung produziert mit dem Wunsch, sich stärker von der anderen Partei abzugrenzen. Unterschiede, die zwischen beiden Parteien existieren, werden intensiver wahrgenommen, während Ähnlichkeiten ignoriert werden. Schließlich entsteht die Vorstellung, dass nur eine Partei gewinnen kann, und die eigene Position wird vehement und, möglicherweise unter Einsatz von Macht, durchgesetzt.

Die Konfliktparteien arbeiten in einem wetteiferndem Kontext nicht gemeinsam, um ein Ziel zu erreichen, sondern gegeneinander. Wetteiferndes Verhalten ist eine der am meisten anerkannten Verhaltensweisen in der zwischenmenschlichen Interaktion und tief in der sozialen Umwelt verwurzelt [24] . Dieses Verhalten wird durch unsere Gesellschaft produziert und gefördert. Durch den Wert, den die Gesellschaft wetteiferndem Verhalten beimisst, z. B. in Schule, Beruf, Sport, werden eher Verhaltensweisen vermittelt, die zu einem destruktiven Konfliktverlauf beitragen.

3. Kommunikation



In der Kommunikation drückt sich die soziale Kompetenz in der Übereinstimmung der verbalen (das Gesprochene) und non-verbalen (Mimik und Gestik) Informationen, die gesendet werden, aus [25] . Kommunikation vollzieht sich immer zwischen einem "Sender" und einem "Empfänger". Beide Seiten unterliegen bewussten und unbewussten Prozessen, die ihre Wahrnehmung und Interaktion beeinflussen [26] .

Die wichtigsten Basiskompetenzen in der Kommunikation für einen konstruktiven Umgang mit Konflikten sind "Aktives Zuhören", "Empathie", "Offene Fragen stellen", "Zusammenfassen und Feedback" und "Ich-Botschaften".

a) Aktives Zuhören

Häufig eskalieren Konflikte, obwohl sich die Parteien über die Interessen in einem Konflikt einig sind. Der Grund hierfür liegt oft in einer mangelnden Kommunikation. So schlagen Verhandlungen hauptsächlich durch Verzerrungen der Wahrnehmung und ungenügendes Zuhören fehl [27] . Insbesondere indirekte oder unterschwellige Botschaften und Missinterpretationen tragen dazu bei, dass sich zwischenmenschliche Konflikte intensivieren. Um die Hintergrundbedürfnisse einer Person in einem Konflikt zu ergründen, ist die Technik des aktiven Zuhörens außerordentlich effektiv. Durch genaues Zuhören und das Stellen von offenen Fragen wird versucht, die Wünsche, Gefühle und Interessen des Senders zu verstehen. Verstehen heißt, ". . . die aktuelle innere Situation des anderen mitzuempfinden, als sei es die eigene, und dieses Empfinden so zum Ausdruck zu bringen, dass der andere eine Widerspiegelung seiner selbst spürt" [28] .

Beim aktiven Zuhören werden die Botschaften, die empfangen werden, nicht analysiert und diagnostiziert. Es geht darum, eine Botschaft zu verstehen, ohne sie zu bewerten. Dies kann durch den Einsatz von Empathie erfolgen.

b) Empathie

In der zwischenmenschlichen Kommunikation ist oft zu beobachten, dass nur mit "einem Ohr" zugehört wird. Das kann aufseiten des "Senders" zu einem Gefühl führen, dass die eigenen Interessen und Wünsche vom "Empfänger" nicht ernst genommen werden. Aufseiten des "Empfängers" kann es durch das ungenaue Zuhören zu Missverständnissen und Missinterpretationen kommen. Letztendlich führt beides zur Eskalation von Konflikten. Es wird in der Begegnung zwischen Menschen nicht nur mit "einem Ohr" gehört. Bei der Betrachtung eines Fremden erfolgt meist eine blitzschnelle Bewertung: sympathisch oder unsympathisch, Freund oder Feind. Menschen werden nur allzu schnell nach ihrem Äußeren beurteilt. Das stumme Abschätzen mit den Augen vom Kopf bis zu den Füßen kann sehr viel Missachtung und Ablehnung vermitteln. Umgekehrt können - etwa bei flüchtigen Begegnungen in der Bahn oder auf dem Weg zur Schule - Blicke, die sich treffen, auch Sympathie bekunden. Sympathie ist eine Möglichkeit, um in Konflikten deeskalierend zu wirken [29] . Durch den Einsatz von Empathie kann der "Empfänger" dem "Sender" das Gefühl vermitteln, den sachlichen Inhalt und die dahinter liegenden emotionalen Bedürfnisse der Botschaft wahrgenommen und verstanden zu haben.

c) Offene Fragen stellen

Statt spontan über einen Menschen zu urteilen, ist es besser, Fragen zu stellen: Fagen zu stellen, ohne gleich ewas zu unterstellen, Fragen, die helfen sollen, eine Sache zu klären. Diese sollten so formuliert sein, dass der "Sender" zum Sprechen ermuntert wird. Diese Technik, die einen Teil des aktiven Zuhörens darstellt, wird als "offenes Fragen" [30] bezeichnet. Offene Fragen sind zunächst für den "Empfänger" ein Instrument für ein besseres Verständnis über den Gefühlszustand des "Senders" und die Sachlage zum Konflikt. Gleichzeitig ermöglichen sie dem "Sender", Ausführungen zu seinen Aussagen zu machen und sie detaillierter zu formulieren. Im Rahmen dieser Ausführungen wird den Personen die Möglichkeit geboten, sich weiter mit ihrer Rolle und ihren Gefühlen auseinander zu setzen [31] .

Die Technik, Fragen zu stellen, gilt in der Wissenschaft als eine Methode, die zur Förderung der Selbstklärung dient [32] . Sie bewirkt, dass sich eine Person von ihren Gefühlen distanzieren und die aktuelle Situation wahrnehmen und bewerten kann. Alternativen zu dem augenblicklichen Zustand können dadurch besser gesehen und untersucht werden.

d) Zusammenfassen und Feedback geben

Das Zusammenfassen der Aussagen des "Senders" ist eine weitere Basiskompetenz im konstruktiven Umgang mit Konflikten. Durch das Zusammenfassen kann die Botschaft nochmals sortiert und ihre Kernaussagen können verdeutlicht werden. So lässt sich weitere Klarheit schaffen. Gleichzeitig bietet sie eine Struktur, an der sich der "Sender" bei seinen weiteren Ausführungen orientieren kann [33] . Dem "Empfänger" dient das Zusammenfassen zur Überprüfung, ob das eigene Verständnis zutreffend ist [34] . Bei dem Versuch, sich die Gedanken und Gefühle des "Senders" zu vergegenwärtigen, hilft es, das, was man verstanden hat, in der eigenen Sprache wiederzugeben. Die anschließende Überprüfung trägt zum Verständnis beider Seiten bei. Ein Feedback zu geben ist auch eine Gelegenheit für den "Empfänger", auf die Nachricht des "Senders" zu reagieren und diesem mitzuteilen, wie die Nachricht angekommen ist. Auf diese Weise werden die Gefühle und Gedanken, die die Nachricht bei dem "Empfänger" anspricht und auslöst, vermittelt. Im Feedback liegt dann eine Chance zur Verbesserung der Kommunikation, wenn es einen hohen Selbstoffenbarungsanteil enthält [35] .

e) Ich-Botschaften

Ein Feedback mit einem hohen Selbstoffenbarungsanteil wird als "Ich-Botschaft" bezeichnet [36] . Durch eine Ich-Botschaft teilt der "Empfänger" dem ,Sender' mit, welche Gefühle bei ihm durch die Nachricht geweckt bzw. angesprochen wurden. Durch den Einsatz von Ich-Botschaften wird die Schuldzuweisung zwischen beiden Parteien nicht in den Mittelpunkt gestellt. Die Eindeutigkeit, die sie haben, macht die Kommunikation zwischen zwei Personen einfacher und klarer, weil dadurch transparent gemacht werden kann, welche Interessen und Wünsche hinter den jeweiligen Positionen stehen, die eine Person in einem Konflikt vertritt.

Der übliche Weg ist jedoch die Schuldzuweisung mit den so genannten "Du-Botschaften", eine Kommunikation, bei der der andere bewusst verletzt wird, um zum Beispiel die eigene Verletzung deutlich zu machen oder weil ein Angriff die eigene Position stärkt und zur Verteidigung beiträgt. Dies kann jedoch zum "Clinch", wie er aus dem Boxkampf bekannt ist, führen. Die Kontrahenten kommen aus diesem Clinch nicht mehr heraus, weil sie ständig Angst haben müssen, dass bei einer Öffnung eine mögliche offene Flanke erneut zu Verletzungen führt. Wenn bei zwei Kontrahenten ein Angriff dem nächsten folgt, schaukelt sich der Konflikt so weit auf, dass meist der eigentliche Grund gar keine Rolle mehr spielt und die beteiligten Personen, blind vor Wut, keinen Ausweg mehr sehen - ein Stadium, in dem die Streitenden den Konflikt nicht mehr beherrschen, sondern der Konflikt sie beherrscht. Die Möglichkeit einer konstruktiven Konfliktbearbeitung wird ohne fremde Hilfe in diesem Stadium sehr unwahrscheinlich. Viel früher kann in einem Konflikt durch Ich-Botschaften eine Eindeutigkeit hergestellt werden. Wenn zuerst eine Person von sich spricht, macht es die Kommunikation zwischen zwei Personen einfacher und klarer, weil dadurch transparent gemacht werden kann, welche Interessen und Wünsche hinter den jeweiligen Positionen stehen, die eine Person in einem Konflikt vertritt.

Wenn ein Konflikt dann zum Beispiel durch die andere Form der gegenseitigen Darstellung und des veränderten Ablaufes Menschen herausfordert, Position zu beziehen, führt dies zu neuen Erkenntnissen und zu Lösungen. Menschen, die leicht nachgeben, können erleben, daß sie sich in einem Konflikt wider Erwarten auch durchsetzen können und Konflikte positive Effekte haben.

V. Widersprüche

Mit den Basiskompetenzen kann der Widerspruch zwischen unseren individuellen Bedürfnissen und unseren Bedürfnissen nach Zugehörigkeit beseitigt werden. Gutes Zuhören und genaues Nachfragen erhöht die Toleranz gegenüber anderen Meinungen. Zur Durchsetzung gehören auch die strukturellen Bedingungen für Toleranz. Einzig die individuellen Kompetenzen bieten keine Sicherheit.

Gerade asymmetrische Strukturen können das Niveau der Gewalt verstärken [37] , in dem die stärkere Seite ihre Macht oder ihre Stellung gegen die schwächere wendet. Zivilcourage im Sinne einer demokratischen Tugend kann die Symmetrie wenn nicht faktisch, so doch meist symbolisch wiederherstellen, in dem öffentlich auf das Unrecht aufmerksam gemacht wird. Daraus ergibt sich, dass für Zivilcourage neben den moralischen Aspekten das Konzept, sich nicht anzupassen, wenn allgemeine menschliche Werte verletzt werden, und sich zu widersetzen, wenn es sich um asymmetrische Strukturen handelt, von Bedeutung ist.

Als Teil innerhalb einer sozialen Struktur, einer Gruppe, eines Betriebes oder einer Institution, wie zum Beispiel einer Schule, gehört es zu den schwierigsten Aufgaben, die nötige Distanz zu bekommen und Handlungsschritte zu entwickeln. Die Distanz gelingt nicht oder nur bedingt, weil die Angst besteht, die eigenen Vorteile und den Schutz durch das System zu verlieren. Dadurch entwickeln sich Widersprüche, die sich nicht leicht lösen lassen. Es sei denn, jemand hat den Mut die Widersprüche anzusprechen und eventuell eigene Vorteile aufzugeben.

Es bleibt eine große Herausforderung, sich den Widersprüchen zu stellen. Ein Beispiel ist die freie Meinungsäußerung und Mitbestimmung an Schulen über die Notengebung: Viele Lehrerinnen und Lehrer und das jeweilige Schulgesetz sehen nicht vor, dass die Schülerinnen und Schüler sich gleichberechtigt beteiligen. Im Sinne der unterschiedlichen Kompetenzen ist es berechtigt, im Sinne der gleichberechtigten Meinungsfreiheit nicht.

"Die Würde des Schülers ist antastbar" folgert Kurt Singer daraus [38] . Nach seiner Darstellung fehlt es an unseren Schulen an Zivilcourage zur Aufrechterhaltung demokratischer Strukturen. Strukturelle Unterschiede manifestieren sich auf diese Weise zunehmend und bleiben nicht in Bewegung. Gerade Schülerinnen und Schüler sind in ihrer Angst vor Prüfungen, vor dem öffentlichen Bloßstellen und vor dem "Nicht bestanden" sehr leicht verletzbar. Um nicht in die Gefahr zu geraten, den auf einem selbst lastenden Druck (durch Lehrer, Vorgesetzte, höhere Dienststellen) nach unten weiterzugeben, sollte man sich - im oben beschriebenen Sinne - die jeweiligen Widersprüche vergegenwärtigen und daraus Handlungsschritte für sich selbst ableiten: Maßstab für unser Handeln muss die Unantastbarkeit der menschlichen Würde sein.

Fußnoten

1.
Vgl. Susan K. Boardman/Sandra V. Horowitz, Constructive Conflict Management and Social Problems: An Introduction, in: Journal of Social Issues, 50 (1994) 1, S. 1-12; dies., Managing Conflict: Policy and Research Implications, in: ebd., S. 197-211.
2.
Vgl. Morten Deutsch, Constructive Conflict Resolution: Priniciples, Training, and Research, in: ebd., S. 13-32.
3.
Vgl. Jeffrey Z. Rubin/Dean G. Pruitt/Sung Hee Kim, Social Conflict: escalation, stalemate, and settlement, New York 1994².
4.
Annita Kalpaka, Herkunftskulturen und Einwandererkulturen - Gedanken zum Kulturbegriff, in: Ausländerbeauftragter des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg (Hrsg.), Bildung und Erziehung im Einwanderungsland, Hamburg 1994, S. 21.
5.
Vgl. M. Deutsch (Anm. 2); Paul Pedersen, Intercultural Training of Mental-Health Providers, in: Handbook of Intercultural Training, Volume II: Issues in Training Methodology, hrsg. von Dan Landis und Richard W. Brislin, New York u. a. 1983.
6.
Friedrich Glasl, Konfliktmanagement: Ein Handbuch zur Diagnose und Behandlung von Konflikten für Organisationen und ihre Berater, Bern u. a. 19944, S. 191.
7.
Vgl. Morten Deutsch, The Resolution of Conflict: Constructive and Destructive Processes, Binghampton, N. Y. 1973.
8.
Vgl. J. Z. Rubin/D. G. Pruitt/S. H. Kim (Anm. 3).
9.
Vgl. M. Deutsch (Anm. 7).
10.
Vgl. ebd.
11.
Vgl. ebd.
12.
Vgl. S. K. Boardman/S. V. Horowitz (Anm. 1).
13.
Vgl. M. Deutsch (Anm. 2).
14.
Vgl. Alexander Redlich, Konfliktmoderation: Handlungsstrategien für alle, die mit Gruppen arbeiten, Hamburg 1997.
15.
Vgl. Roger Fisher/William Ury/Bruce Patton, Getting to Yes. Negotiating agreement without giving in, New York 1991².
16.
Annegret Hugo-Becker/Henning Becker, Psychologisches Konfliktmanagement: Menschenkenntnis, Konfliktfähigkeit, Kooperation, München 1996², S. 69 f.
17.
Georg Schottmayer, Ich-Identität, Soziale Kompetenz und Konfliktfähigkeit, in: Pädagogik, (1997) 10, S. 33.
18.
Vgl. A. Hugo-Becker/H. Becker (Anm. 16).
19.
Vgl. David W. Johnson/Roger T. Johnson, Cooperation and Competition: Theory and Research, Edina, Minnesota 1989.
20.
Vgl. ebd.
21.
Vgl. ebd.
22.
Vgl. ebd.
23.
Vgl. ebd.
24.
Vgl. D. W. Johnson/R. T. Johnson (Anm. 19).
25.
Vgl. A. Hugo-Becker/H. Becker (Anm. 16).
26.
"Information, Kommunikation und Interaktion hängen wie folgt zusammen: Eine Nachricht wird zur Information, wenn sie einem anderen mitgeteilt wird. Gibt der Empfänger eine Rückmeldung, kommt es zur Kommunikation. Die wechselseitige Beeinflussung der Partner, die auf den Nachrichtenaustausch folgt, ist die Interaktion." Ebd., S. 77.
27.
Vgl. Roy J. Lewicki u. a., Negotiation, Irwin 1994².
28.
A. Redlich (Anm. 14), S. 168 f.
29.
Vgl. R. J. Lewicki u. a. (Anm. 27); vgl. auch Carl R. Rogers, On Becoming a Person: A Therapist's View of Psychotherapy, Boston, MA 1961.
30.
Vgl. A. Redlich (Anm. 14), S. 168 f.
31.
Vgl. ebd.
32.
Vgl. Christoph Thomann/Friedemann Schulz von Thun, Klärungshilfe: Handbuch für Therapeuten, Gesprächshelfer und Moderatoren in schwierigen Situationen, Reinbek bei Hamburg, 1988.
33.
Vgl. ebd.
34.
Vgl. Eva Maringer/Reiner Steinweg, Konstruktive Haltungen und Verhaltensweisen in institutionellen Konflikten: Erfahrungen, Begriffe, Fähigkeiten, Berghof Forschungszentrum für konstruktive Konfliktbearbeitung, Berlin 1997.
35.
Vgl. Friedemann Schulz von Thun, Miteinander Reden 1, Reinbek bei Hamburg 1981.
36.
Vgl. ebd.; außerdem: Thomas Gordon, Familienkonferenz, Hamburg 1972.
37.
Vgl. Ulrike C. Wasmuht, Friedensforschung als Konfliktforschung - Zur Notwendigkeit einer Rückbesinnung auf den Konflikt als zentrale Kategorie, in: Peter Imbuch/Ralf Zoll (Hrsg.), Friedens- und Konfliktforschung, Opladen 1996, S. 175-187.
38.
Kurt Singer, Die Würde des Schülers ist antastbar, Reinbek bei Hamburg 1998, S. 25.

Muradiye Karakus, Dieter Lünse

Zur Person

Muradiye Karakus

Dipl. Psychologin, M.A. in internationaler und vergleichender Pädagogik, geb. 1971; Mitarbeiterin im Institut für konstruktive Konfliktaustragungen und Mediation (ikm) Hamburg.

Veröffentlichung: Wie können Jugendliche Konflikte konstruktiv bearbeiten? Ein Trainingsprogramm für den Projektunterricht und die außerschulische Jugendarbeit, in: A. Redlich (Hrsg.), Materialien aus der Arbeitsgruppe Beratung und Training, Bd. 23, Hamburg 2000.


Zur Person

Dieter Lünse

Diplomsozialwirt, geb. 1960; Mitarbeiter im Institut für konstruktive Konfliktaustragung und Mediation (ikm) Hamburg.

Veröffentlichung: (zus. mit J. Rohwedder u. V. Baisch) Zivilcourage - Anleitung zum kreativen Umgang mit Konflikten und Gewalt, 2. Aufl., Münster 1998.


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