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6.4.2018

Jerusalem, die Heilige

"Why should the Arabs make peace? If I was an Arab leader I would never make terms with Israel. That is natural: we have taken their country. Sure God promised it to us, but what does that matter to them? Our God is not theirs. We come from Israel, but two thousand years ago, and what is that to them?"[1] In diesen Worten, die dem ersten Ministerpräsidenten des modernen Staates Israel, David Ben-Gurion, zugeschrieben werden, mischen sich unterschiedliche Überlegungen, die auch für Jerusalem bis heute relevant sind. Es geht dabei um Land, um verschiedene Ansprüche, um Geschichte und schlussendlich auch um Gott.

Bereits der selbst gewählte Name Ben-Gurion war Ausdruck eines idealistischen politischen Programms. Auf Aramäisch bedeutet er "Sohn des Sternes" und spielt auf den Namen des Simon bar Kochba an, den Anführer der zweiten jüdischen Revolte in Judäa gegen die Römer von 132 bis 135 n. Chr., der ebenfalls "Sohn des Sternes" bedeutet. Doch während bar Kochba scheiterte, war Ben-Gurion erfolgreich. Die "Causa Jerusalem" umfasst damit eine Reihe von Herausforderungen, die sich jedoch auf zwei wesentliche Aspekte reduzieren lassen: die Hoheitsgewalt über die Stadt und die Rolle der heiligen Stätten. Um Erstere streiten sich derzeit hauptsächlich zwei nationale Gruppen. Bei den heiligen Stätten sind drei Religionen und unzählige Konfessionen im Spiel. Beide Aspekte – wie Ben-Gurion korrekterweise sah – sind aber untrennbar miteinander verbunden.

Im Folgenden soll dennoch versucht werden, die Rolle Jerusalems nicht als politische Größe, sondern als heiligen Ort dreier Religionen zu analysieren. Diese Fragestellung auf die Auseinandersetzungen zwischen Juden, Muslimen und Christen zu beschränken, würde allerdings die realen Gegebenheiten verkennen, diese auf eine gefährliche Art simplifizieren und unweigerlich zu einer ideologischen – mehr oder weniger radikalen – Positionierung führen. Es geht nämlich nicht nur um die Auseinandersetzung zwischen Judentum, Islam und Christentum, sondern um eine viel subtilere und differenziertere Problematik.

Der "Kampf" um die Kontrolle der Grabeskirche spielt sich zum Beispiel zwischen dem armenisch-apostolischen Priester und dem griechisch-orthodoxen Mönch ab, während der ebenfalls christliche Franziskaner-Pater zuschaut. Im jüdischen Viertel greift der aschkenasische Oberrabbiner die Vertreter des sephardischen Judentums an, und am Haram al-Sharif ("bedeutendes Heiligtum", so der arabische Name des Tempelberges) wird der von Palästinensern berufene Mufti gegen den aus Jordanien stammenden Imam handgreiflich. Diese Zerwürfnisse sind nicht neu, und es lohnt sich, einen Streifzug durch die religiöse Geschichte dieser Stadt zu machen, um sich von ihrer Vielfalt, aber auch von ihrer Widersprüchlichkeit und pluralistischen Dimension überraschen zu lassen.

Dorf im Bergland Kanaans



Südlich der Mauern der Jerusalemer Altstadt, unterhalb der al-Aqsa-Moschee, wo sich heute der Nationalpark der "Davidsstadt" befindet, liegt eine Quelle – die Gihon-Quelle.[2] Von dem nahegelegenen, von drei tiefen Tälern umgebenen Hügel war sie schon immer gut erreichbar. Auf diesem Hügel entstand vor rund 5000 Jahren – so alt sind die ältesten dort ausgegrabenen Tonscherben und Feuersteine – eine kleine Siedlung, deren Bewohner, die man heute Jebusiter nennt, auch bei Belagerungen uneingeschränkt Zugang zu dieser Quelle hatten. Wer genau damals auf diesem Hügel wohnte, was diese Menschen taten, ob sie eine staatliche Organisation hatten und woran sie glaubten, wissen wir nicht.

Wie diese kleine Stadt damals hieß, ist ebenfalls nicht bekannt. Ein Name tauchte erst sehr viel später auf: auf einer Verwünschungsstatuette aus der Zeit des Pharaos Sesostris III. (um 1850 v. Chr.), zusammen mit 18 weiteren eroberten Städten. Die Statuette wurde von ägyptischen Priestern angefertigt. Sie schrieben darauf die Namen ihrer Feinde, verfluchten die Tonfigur und zerbrachen sie als Zeichen der Verachtung. In der Sprache der Ägypter hieß die Siedlung "Ruschalimum". Die Bezeichnung ist äußerst interessant, enthält sie doch den Namen des kanaanäischen Gottes Schalimu. Ruschalimum bedeutet übersetzt etwa "Haus des Schalimu" und besagt somit, dass die Gründung der Stadt als das Werk einer Gottheit angesehen wurde. Dies ist auch die Bedeutung des Namens Jerusalem.[3] Natürlich waren die strategisch günstige Position und der unerschöpfliche Wasservorrat Grund genug, sich an dieser Stelle anzusiedeln, dennoch sahen die Bewohner in der Gründung dieser Stadt eine religiöse Handlung. Nach Erkenntnis der modernen Religionssoziologie bildet die Verehrung eines heiligen Ortes den Anfang eines religiösen Glaubens und ist mit keiner rationalen Überlegung verbunden. Man glaubte also, der Ort sei durch die Gegenwart eines Gottes geschützt, und das reichte für die Gründung.

Neben der Quelle wies Ruschalimum eine weitere wichtige Besonderheit auf: Im Norden erhob sich ein Hügel, und erhobene Plätze sind schon immer Orte gewesen, an denen eine Form von göttlicher Gegenwart angenommen wurde. Heute ist von diesem Hügel nichts mehr zu sehen, weil die gewaltige Plattform des Tempelberges, die König Herodes im ersten Jahrhundert v. Chr. bauen ließ, ihn komplett einnimmt. Nur der Gipfel, der jahrhundertelang als Opferstelle von jüdischen Priestern gebraucht wurde, ist auch heute noch sichtbar, zumindest für diejenigen, die die mächtige Konstruktion des Felsendoms mit der riesigen vergoldeten Kuppel betreten dürfen. Sobald ein Ort als "heilig" erklärt wurde, bekam er eine gesonderte Stellung, die nichts mehr mit der erfahrbaren Realität zu tun hatte. So wurde dieser Hügel zum Beispiel als "Berg Zion" als der Höchste aller Berge besungen – unbeirrt davon, dass er kein richtiger Berg war und dass die Hügel westlich und östlich davon deutlich höher sind.[4] Die Bestimmung der Heiligkeit eines Ortes hat also nicht mit Wissenschaft, sondern mit Gefühlen, Emotionen und Glauben zu tun.

Man kann davon ausgehen, dass es in Ruschalimum ein Heiligtum gab,[5] in dem kultische Handlungen abgehalten wurden: Blut- und Rauchopfer, Trankopfer (Libationen) und vielleicht sogar Menschenopfer. Es gibt in der Tat Texte in der hebräischen Bibel, die gegen Menschenopfer polemisieren und sie für ungültig erklären. Solche Texte entstanden natürlich als Reaktion auf reale Gegebenheiten. Die Erzählung von Abraham, der seinen Sohn Isaak nicht töten soll, ist eine Erinnerung daran. Diese Geschichte ist zwar nicht historisch zu verstehen, dennoch besitzt sie ein identitätsstiftendes Moment und spielt sich – der Tradition nach – auf ebenjenem Hügel nördlich der Keimzelle Jerusalems ab, den die hebräische Bibel als Berg Moria beziehungsweise später als Berg Zion identifiziert.

Archäologische Spuren menschlicher Besiedlung auf dem Gott Schalimu geweihten Hügel gibt es erst wieder für das 14. Jahrhundert v. Chr., als Ägypten die Obermacht über die Gegend hatte. Das Durchgangsland Kanaan wurde erobert und zum Vasallenstaat gemacht. Der Einfluss Ägyptens war nicht nur politisch und militärisch, sondern auch kulturell und religiös erkennbar, wie die Funde aus dieser Zeit belegen. Es existieren sogar sechs Briefe vom jebusitischen Gouverneur der Hauptstadt Ruschalimum, Abdi-Chepa, an den Pharao Echnaton. Um 1350 v. Chr. bat Abdi-Chepa im Kampf gegen Nachbarvölker um Hilfe für seine Stadt, die noch immer als "Haus des Schalimu" bezeichnet wurde.[6]


Zentrum des ersten Monotheismus



Drei Jahrhunderte später sah die religiöse Landschaft um den Berg Zion anders aus. Es tauchen vermehrt Amulette und Statuetten von anderen Gottheiten auf: von El, dem Gott der Götter; von Baal, dem Sturmgott; von Aschera, der Fruchtbarkeitsgöttin. Ein geschlossener Stammesverbund mit einer ausgeprägten religiösen Identität aus der gebirgigen Gegend von Kanaan fühlte sich der Hauptgottheit El so stark verpflichtet, dass der Gott sogar Teil des Namens des Stammesverbundes wurde: Isra-El war geboren.[7] Der Name bedeutet "der Gott El wird (für uns) kämpfen" und lässt vermuten, dass sich die Gruppe formierte, um gegen andere Stämme besseren Widerstand leisten zu können. Irgendwann im 11. Jahrhundert v. Chr. siedelten sich die Israeliten in Ruschalimum, der Stadt der Jebusiter, an und machten sie zu ihrer Hauptstadt. Ob es wirklich eine Eroberung war, lässt sich aufgrund der spärlichen und wenig eindeutigen Quellenlage[8] nicht definitiv klären. Auch ob es in dieser Zeit wirklich ein Königreich Israel gab oder die Geschichte des Königs David und seines Sohnes Salomo lediglich ein identitätsstiftender nationaler und religiöser Mythos ist, wird bis heute in der Wissenschaft heftig diskutiert.[9] Archäologisch belegt ist eine Inschrift aus dem 8. Jahrhundert v. Chr. (Fundort: Tel Dan im Norden Israels), mit dem Hinweis, dass es ein "Haus David" gab, sowie eine Tonscherbe aus dem 10. Jahrhundert v. Chr. mit dem Verweis auf einen nicht näher identifizierten König (Fundort: Khirbet Qeiyafa, etwa 35 Kilometer westlich von Jerusalem). Aus Khirbet Qeiyafa gibt es möglicherweise sogar eine Miniatur-Nachbildung des Jerusalemer Tempels.[10]

Spuren von kultischen Gebäuden aus der Zeit der Jebusiter gibt es allerdings nicht. Wenn ein Tempel des Gottes Schalimu auf dem Berg Zion stand, befinden sich seine Reste irgendwo unter der Erde zwischen der al-Aqsa-Moschee und dem Felsendom. Auf dem Haram al-Sharif ist eine Grabung nicht möglich, und so sind mutmaßliche Ruinen dieses Tempels für die wissenschaftliche Welt unzugänglich. Das ist auch der Grund, warum bisher noch keine archäologischen Funde des salomonischen Tempels freigelegt wurden. Nach der biblischen Erzählung ließ König Salomo ihn um 960 v. Chr. fertigstellen. Sollte es auf diesem Hügel bereits einen jebusitischen Tempel gegeben haben – die Grenzen der Stadt im zweiten vorchristlichen Jahrtausend sind nicht deutlich auszumachen –, wäre der salomonische am selben Ort zu vermuten. Die Beschreibung in der Bibel deutet klar darauf hin, dass dieses Gebäude anderen archäologisch belegten Vorbildern aus dem kanaanäischen Raum stark ähnelte.[11]

Dass die biblische Erzählung historisch gänzlich belegbar ist, darf zwar bezweifelt werden, jedoch erweist sie sich als glaubwürdig: Um seine Dynastie zu legitimieren, lässt nämlich ein König einen prächtigen Tempel errichten – ein klassisches Beispiel von Herrschaftsarchitektur. In diesem Tempel wurde der Tradition nach die Bundeslade aufbewahrt, das Zeichen des Bundes zwischen Gott und dem Volk Israel. Die offiziellen religiösen Praktiken in Jerusalem waren nunmehr dem Stammesgott Davids und Salomos gewidmet, der JHWH (hebräisch הוהי)[12] hieß. Innerhalb der Familien und verschiedenen Clans blieb man aber auch anderen Gottheiten treu, wie zahlreiche Funde von Statuetten, Rauchgefäßen und Abbildungen zweifelsfrei belegen.

Als dieser erste Tempel 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört wurde, ging die Bundeslade verloren. Nach dem Wiederaufbau etwa ein halbes Jahrhundert später stand das Allerheiligste schlicht leer. In der Zwischenzeit ereignete sich jedoch etwas äußerst Interessantes: Die Priester, die nach der Eroberung Jerusalems durch Nebukadnezar II. nach Babylon verschleppt worden waren, entwickelten eine ganz neue Form der Religion. Das Volk Israel, oder zumindest ein Teil davon, betete nicht mehr El als Hauptgott an, sondern JHWH. Die priesterliche jüdische Oberschicht distanzierte sich vehement von einer polytheistischen Einstellung, um nunmehr eine einzige Gottheit zu verehren: Der erste sicher belegte Monotheismus der Religionsgeschichte war geboren.[13]

Im Vorhof des neuen Tempels stand der Opferaltar aus unbehauenem Stein, der sich heute innerhalb des Felsendoms befindet. Vermutlich war er bereits den ersten Bewohnern von Ruschalimum heilig – so wie später auch den Juden, Muslimen und Christen, die den Felsendom während der Kreuzfahrerzeit als Kirche verwendeten. Jedenfalls entwickelte sich dieser Tempel, der um 515 v. Chr. wieder eingeweiht wurde, zum wichtigsten und zentralen Sakralbau des antiken Judentums. Dort wurden nicht nur die täglichen Opfergaben dargebracht, sondern auch Steuern eingesammelt, Recht gesprochen und die meisten Schriften der hebräischen Bibel verfasst. Jerusalem entwickelte sich so nicht nur in emotionaler Hinsicht, sondern auch in der Literatur des jüdischen Volkes, das mittlerweile im ganzen alten Orient und im mediterranen Raum zerstreut war, allmählich zu der heiligen Stadt an sich. Und wenn ein Ort einmal heilig ist, bleibt er grundsätzlich für immer heilig.

Dieser Umstand war auch König Herodes bewusst, der 40 v. Chr. von den Römern zum König von Judäa ernannt wurde. Da er selbst keiner reinen jüdischen Familie entstammte, war er für gläubige Juden inakzeptabel. Um dem aufkommenden Widerstand seitens der mächtigen Jerusalemer Priesterklasse entgegenzuwirken, startete er 20 v. Chr. eine gewaltige Renovierungsaktion des Tempels.[14] Wieder einmal stand Religion im Dienste des politischen Kalküls. Die gewaltige Stützmauer, die Herodes errichten ließ, um die Tempelplattform zu vergrößern, ist heute noch sichtbar. Die Westmauer, heute auch als "Klagemauer" bekannt, ist ein Teil davon. Dieser zweite Tempel wurde im Jahr 70 n. Chr. von der Zehnten Römischen Legion zerstört, und der heilige antike Berg Zion blieb sehr wahrscheinlich bis zur arabischen Eroberung 638 Brachland.

Heilige Stadt der Juden



Während der römisch-byzantinischen Herrschaft, zumindest ab dem Jahr 135, und unter den Kreuzrittern ab 1099 war es Juden verboten, Jerusalem zu betreten. Unter arabischer Verwaltung ging es den Juden erheblich besser. Sowohl nach der ersten kampflosen Eroberung der Stadt im Jahr 638 als auch nach 1260, als die Mamluken die Stadt wieder unter ihrer Kontrolle hatten, durften sie sich in Jerusalem niederlassen und auch religiöse Praktiken ausleben. Doch erst unter osmanischer Herrschaft ab 1516 bestand eine rechtliche Ordnung, die den Juden eine sichere Ansiedlung und ein langsames, aber kontinuierliches demografisches Wachstum erlaubte.

Für die Zeit nach 638 sind Dokumente gefunden worden, die belegen, dass jüdische Gemeinden in Syrien, Ägypten und Sizilien Geldspenden zugunsten einer ärmeren, in der Nähe der Westmauer gelegenen Synagoge organisierten. Auch trotz oder gerade aufgrund kurzzeitiger Unterbrechungen der jüdischen Präsenz ist die Stadt für das Judentum stets ein zentraler symbolischer Ort geblieben. In Jerusalem hatte sich der Tempel befunden, der nach jüdischer Tradition vom einzigen wahren Gott zu seinem Wohnsitz auf Erden bestimmt worden war. Gleichzeitig war Jerusalem – zumindest nach dem biblischen Bericht – die Hauptstadt des einst vereinten Königreiches Israel und Juda. Wenn Juden beten, beten sie in Richtung Jerusalem. Wenn sie sterben, werden ihre Gräber nach Jerusalem hin ausgerichtet. Jerusalem gilt als die endgültige eschatologische Sehnsucht aller Juden. "Nächstes Jahr in Jerusalem" ist der traditionelle Wunsch am Ende des rituellen Pessach-Mahls.

Ein Teil der jüdischen Theologie unterscheidet allerdings zwischen dem himmlischen und dem irdischen Jerusalem. Die Stadt zu verehren, sie zu rühmen und sie zu beklagen, hat wenig mit dem politischen, ideologischen Wunsch zu tun, die Stadt als Hauptstadt eines irdischen Reiches zurückzugewinnen. Das war auch der ursprünglichen zionistischen Bewegung bewusst, wenngleich Jerusalem als nationales und kulturelles Zentrum nie infrage stand. Zumindest bis zur Shoah war für das ultraorthodoxe Judentum die Vorstellung von Jerusalem als Hauptstadt eines jüdischen Staats problematisch, war das doch allein eine Angelegenheit Gottes, in die sich die Menschen nicht einmischen dürften. Und dennoch, gerade die Tatsache, dass auf dem Tempelplatz derzeit islamische Bauten stehen und Juden dort offiziell nicht einmal beten dürfen, wird von vielen als Problem angesehen. Gleichzeitig lehnen viele religiöse Juden das Betreten des ehemaligen Tempelgeländes ab, aus Ehrfurcht, den Ort der göttlichen Präsenz unabsichtlich zu verunreinigen.

Nach dem Sechstagekrieg 1967 – nachdem ein Teil des muslimischen Viertels abgerissen worden war – wurde der so entstandene Platz vor der Westmauer zu einem nationalreligiösen Denkmal ausgebaut. Dennoch ließ die israelische Regierung die muslimische Hoheit über den Tempelberg selbst unangetastet. Auch wenn von einer ahistorischen arabischen Propaganda behauptet wird, es sei eine Erfindung, dass der jüdische Tempel dort gestanden hat, wo heute der Felsendom steht, ist es doch dieser Ort, der dem heiligsten Ort des Judentums am nächsten ist.


Heilige Stadt der Christen



Die Sehnsucht, Gott dort anzubeten, wo er Mensch geworden war, wo er gelitten, gestorben und schließlich auch auferstanden war, ist innerhalb des Christentums erst ab dem 4. Jahrhundert belegt. Aus dieser Zeit stammen die ersten schriftlichen Berichte von Pilgern, die das Heilige Land aufsuchten. Für die Zeit davor gibt es kaum Zeugnisse einer derartigen Einstellung, geschweige denn von Pilgerfahrten oder christlichen Bauten. Die Heiligkeit Jerusalems gründet für das Christentum zunächst darauf, dass die letzten Tage Jesu und die ersten Tage der frühen Kirche untrennbar mit der Stadt verbunden sind – und ferner darauf, dass die Kirche sich als das "neue Israel" verstand.

Die Frage nach der Relevanz Jerusalems wurde innerhalb des Christentums vor allem durch eine rein politische Entscheidung des Kaisers Konstantin aufgeworfen. Vor der bedeutenden Schlacht an der Milvischen Brücke im Jahr 312 hatte er angeordnet, statt Jupiter oder Herkules ein Opfer darzubringen, auf den Schilden seiner Soldaten die griechischen Buchstaben Chi (X) und Rho (P) anmalen zu lassen, das Zeichen der Christusverehrung. Natürlich mischen sich in dieser Erzählung Geschichte und Legende, dennoch bleibt dieses Ereignis eines der wichtigsten in der Geschichte der westlichen Welt. Konstantins Sieg legte den Grundstein dafür, dass das Christentum im Verlauf der nächsten Jahrzehnte zur einzigen offiziell erlaubten Religion des Römischen Imperiums wurde.

Im Haus des Kaisers, der bis kurz vor seinem Tod die Taufe verweigerte, war seine Mutter Helena die fromme Christin. Der Legende nach machte sie sich als fast 80-Jährige auf den Weg nach Jerusalem, um dort die Stätten der Kreuzigung und Auferstehung Jesu zu finden. 335 ließ sie die Grabeskirche auf den Ruinen eines römischen Heiligtums bauen, nachdem sie dort auf wundersame Weise die Überreste des Kreuzes Jesu gefunden hatte. Der Bericht ist selbstredend nicht historisch, er belegt aber, dass der religiöse Kampf damals nicht zwischen Judentum und Christentum – zu dieser Zeit gab es vermutlich keine jüdische Gemeinde mehr in Jerusalem –, sondern zwischen Christentum und Heidentum ausgetragen wurde.

Jerusalem hieß in der Phase der römischen Herrschaft Aelia Capitolina. Aelius war der Beiname des Kaisers Hadrian, der ab 135 die Stadt hatte wiederaufbauen lassen, nachdem er die jüdische Revolte unter der Führung von Simon bar Kochba niedergeschlagen und alle Juden verbannt hatte. Die Hauptgottheit der Stadt war Jupiter beziehungsweise Zeus, in der Gestalt, in der er auch in Rom auf dem Hügel des Kapitols verehrt wurde (deswegen "Capitolina"). Der Tempelberg war für die Christen völlig uninteressant geworden. Sie hatten nunmehr einen anderen heiligen Hügel: Golgota, wo Jesus gekreuzigt worden war. Hadrian hatte zwar versucht, die Heiligkeit dieser Stätte zu beseitigen und dort einen Tempel für Zeus, Minerva und Aphrodite errichten lassen. Die Bemühungen, einen Ort der frühen Christusverehrung durch einen heidnischen Tempel zu ersetzen, gilt heute jedoch als eines der Hauptargumente für die genaue Lokalisierung der Kreuzigungsstelle Jesu – ansonsten wäre ein Tempel in einer aufgelassenen Steingrube ziemlich sinnlos gewesen. Ob die frühen Christen das Grab Jesu verehrten und den Ort bewahrten, wo sie eigentlich täglich mit seiner Wiederkunft und dem Beginn des Reiches Gottes rechneten, ist allerdings umstritten.

In die Kämpfe zwischen Byzantinern und Persern, die zu dieser Zeit Sasaniden hießen, mischten sich ab dem 7. Jahrhundert die ersten Muslime. 638 übernahmen sie nach längerer Belagerung kampflos die Kontrolle über Jerusalem. Der zweite Kalif, Umar ibn al-Khattab, sicherte den Juden und Christen in einem Brief die Ausübung ihrer Religion sowie den Schutz ihrer Gotteshäuser und Eigentum zu. Jerusalem war inzwischen Sitz eines christlichen Patriarchen – eines hohen kirchlichen Würdenträgers im Rang eines Bischofs – geworden. Am Weihnachtstag des Jahres 800, als Jerusalem seit mehr als 150 Jahren eine arabische Stadt war, konnte der Patriarch von Jerusalem dem neuen Kaiser, Karl dem Großen, der gerade in Rom vom Papst gekrönt worden war, die Fahne der Stadt Jerusalem überreichen, ohne dass die arabische Verwaltung etwas dagegen unternahm. Kaiser Karl hatte zehn Jahre zuvor einen neuen Thronsitz bauen lassen und dabei einen Stein aus dem vermeintlichen Grab Jesu verwendet. Man versuchte somit, die Heiligkeit Jerusalems nach Aachen zu verlegen, und die mehr als 30 Könige des römisch-deutschen Reiches wurden auch damit in ihrem Machtanspruch legitimiert.

Die Eroberung Jerusalems durch die Kreuzfahrer um Gottfried von Bouillon am 15. Juli 1099 war der Beginn einer Welle der Verfolgung von Muslimen und Juden, die entweder getötet oder verbannt wurden. Die muslimischen Bauten am Tempelareal wurden in Kirchen umfunktioniert. 1244 eroberten die Muslime die Stadt jedoch endgültig zurück. Die Christen waren inzwischen damit beschäftigt, untereinander Krieg zu führen. Das spitzte sich beim Vierten Kreuzzug ab 1202 derartig zu, dass nicht Jerusalem zurückerobert, sondern die christliche Stadt Konstantinopel belagert und geplündert wurde.

Der Kampf innerhalb der Christenheit erstreckte sich aber bis nach Jerusalem, wo die verschiedenen christlichen Gruppen einen regelrechten Streit um die Kontrolle der Heiligtümer begannen. Bei der Verwaltung der Grabeskirche eskalierte die Situation sogar so sehr, dass gegen Ende des 13. Jahrhunderts die muslimischen Behörden intervenieren mussten. Seitdem wird der Kirchenschlüssel zwei muslimischen Familien anvertraut. Die eine bewahrt den Schlüssel auf, die andere hat die Aufgabe, die Grabeskirche vor dem Morgengrauen aufzuschließen und eine Viertelstunde nach Einbruch der Dunkelheit abzuschließen. Die Regelung hat bis heute Bestand. Insgesamt teilen sich sechs christliche Konfessionen die heutige Grabeskirche, und unter ihnen gibt es immer wieder Reibereien. Bilder von um sich schlagenden Mönchen sind keine Seltenheit. Als Christ in Jerusalem zu leben, ist alles anderes als einfach; selten herrscht unter den verschiedenen christlichen Konfessionen Harmonie. Israel ist dennoch der einzige Staat im gesamten Nahen Osten, in dem Christen und ihre Heiligtümer nicht Ziele von systematischen Angriffen und Verfolgungen sind.

Heilige Stadt der Muslime



Muslime begründen die Heiligkeit Jerusalems mit einer Stelle aus dem Koran (Sure 17,1), in der die Rede davon ist, dass der Prophet Mohammed bei einer nächtlichen Reise auf einem geflügelten Reittier zu einer weiteren fernen Moschee (al masdschid al aqsa) geflogen ist, die mit Jerusalem identifiziert wird. Von dieser Stelle sei er dann in den Himmel aufgestiegen. Gläubige Muslime erkennen auf der Oberfläche des heute im Felsendom eingeschlossenen Felsens (der Gipfel des antiken Berges Zion) den Fußabdruck des Propheten. Religionsgeschichtlich sind die Quellen des Islam im Judentum und Christentum zu finden. So besteht der Bezug zu Jerusalem quasi obligatorisch. Vor 624, als die Gebetsrichtung Mekka wurde, war selbstredend Jerusalem die erste qibla (Ausrichtung).

Die Rolle Jerusalems als heilige Stadt und Ziel von Pilgerfahrten entwickelte sich erst relativ spät, nach der Zeit der ersten islamischen Dynastie (Umayyaden, 661–750), während der die heiligen Stätten des Islam auf dem Haram al-Sharif errichtet wurden. Der Felsendom wurde zwischen 687 und 691 unter dem Kalifen Abd al-Malik erbaut. Tatsächlich handelt es sich bei ihm aber nicht um eine Moschee, sondern um ein religiöses Siegesdenkmal. Die Prachtarchitektur, die kunstvolle Verzierung und die Inschriften deuten darauf hin, dass der Felsendom den Triumph des Islam über das Christentum symbolisieren soll. Dieses gewaltige Bauwerk wurde allerdings nicht (nur) gebaut, um den Islam zu rühmen, sondern auch um die Übermacht von al-Malik gegenüber seinem erbitterten Feind, dem Gegenkalifen Abdallah ibn az-Zubair, der seinen Sitz in Mekka hatte, zu demonstrieren. So wurde auch hier Religion instrumentalisiert, um politische Ansprüche innerhalb der gleichen Religionszugehörigkeit geltend zu machen.

Neben dem Felsendom steht auf der südlichen Seite der herodianischen Plattform außerdem die al-Aqsa-Moschee. Sie wurde zwischen 707 und 715 vom Kalifen al-Walid, dem Sohn des Erbauers des Felsendoms, auf den Ruinen einer byzantinischen Marienkirche erbaut. Der Bau wirkt zwar nicht so auffällig wie der Felsendom, die al-Aqsa ist jedoch nach der al-Haram-Moschee in Mekka und der Prophetenmoschee in Medina die drittwichtigste Moschee des Islam.

Die Namen Aelia Capitolina und Jerusalem blieben auch unter den Arabern lange Zeit erhalten. Die arabische Bezeichnung al-Quds ("die Heilige") kommt erst gegen Ende des 10. Jahrhunderts zum ersten Mal vor. Jerusalem war in der Zeit nicht so wichtig wie andere islamische Zentren. Natürlich wurde der Verlust der Stadt an die Kreuzritter als Niederlage empfunden. Die arabische Welt bemühte sich jedoch lange nicht um die Rückeroberung, obwohl die Kreuzfahrer 1099 ein regelrechtes Massaker unter der muslimischen (und jüdischen) Bevölkerung angerichtet hatten. Erst als Saladin im 12. Jahrhundert den Kampf gegen die Kreuzfahrerstaaten ausrief – zunächst wohl, um den Händlerkarawanen freies Geleit zu sichern –, wurde die Heiligkeit der Stadt plötzlich zu einem wichtigen Faktor. Jerusalem wurde 1187 wieder al-Quds. Als 1229 Kaiser Friedrich II. am Verhandlungstisch die Stadt wieder für die Christenheit zurückerlangte – die heiligen Stätten der Muslime blieben in deren Verwaltung –, wurden die Mauern geschliffen, damit Jerusalem nicht mehr als Festung dienen konnte. Die Folge war, dass die Stadt 30 Jahre lang von Überfällen, Plünderungen und Gewalt gezeichnet war.

Erst nach 1260 konnte die mamlukische Herrschaft die Ordnung in Jerusalem wieder garantieren. Die Stadt wurde in Viertel unterteilt: Die Gegenden im Westen und Norden des Haram al-Sharif gingen an die Muslime; die Armenier bekamen den Teil im Südwesten, in der Nähe ihrer Kathedrale; die Juden erhielten ebenfalls einen südwestlichen Teil der Stadt, unmittelbar angrenzend an die Westmauer; und die übrigen Christen siedelten sich im Nordwesten um die Grabeskirche an. Die Stadt wurde deutlich muslimischer. In den folgenden Zeiten wechselten tolerantere Phasen mit Perioden der Gewalt und Verfolgung von Christen und Juden.

Ein Hoffnungsbild als Ausblick



Religiöse Gefühle lassen sich selten rationalisieren, und Jerusalem ist – wie vielleicht keine andere Stadt der Welt – Gegenstand von häufig undifferenzierten religiösen Emotionen. Die Stadt ist seit mehr als vier Jahrtausenden immer wieder Schauplatz und Symbol der Rivalität religiöser Vorstellungen: zunächst zwischen den Göttern des antiken Vorderen Orients, dann zwischen Judentum und altorientalischen Naturreligionen, später zwischen Judentum und römisch-hellenistischen Religionen und in der Folge zwischen Christentum und Heidentum. Anschließend blieb die Auseinandersetzung lange Zeit eine Angelegenheit zwischen Christentum und Islam, bevor es in jüngster Zeit auch zwischen dem Judentum und dem Islam zum Konflikt kam.

Die Geschichte zeigt aber auch, dass religiöser Eifer sehr häufig Hand in Hand mit politischem Kalkül geht. Innerhalb des Judentums, des Christentums und des Islam war und ist die Rolle Jerusalems als heilige Stadt nicht von vorneherein klar definiert gewesen. Vor allem realpolitische Erwägungen haben sehr stark dazu beigetragen. Man wird erst damit beginnen können, die bestehenden Probleme zu lösen, wenn es eine echte Anerkennung der religiösen, demografischen, sozialen und politischen Pluralität der Stadt gibt – die jedem Anspruch auf alleinigen Besitz entgegensteht. Pluralistischer Dialog bedeutet, miteinander und nicht aneinander vorbei zu reden. Dies war und bleibt die Herausforderung für Jerusalem als heilige Stadt dreier Religionen.

Ich danke Marcel Serr, Hans Moser, Idris Malik, Thomas Elijahu Lipschütz und Ruprecht van de Weyer für zahlreiche hilfreiche Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge.
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Autor: Simone Paganini für Aus Politik und Zeitgeschichte/bpb.de
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Fußnoten

1.
Zit. nach Nahum Goldmann, The Jewish Paradox: A Personal Memoir of Historic Encounters That Shaped the Drama of Modern Jewry, New York 1978, S. 99.
2.
Unter http://www.cityofdavid.org.il/de/virtual_tools« finden sich zahlreiche informative Texte und Videos dazu.
3.
Die rabbinische, auch vom Christentum übernommene Interpretation des Namens als "Stadt des Friedens" ist etymologisch unhaltbar. Dass in Jerusalem das hebräische Wort für "Friede" beziehungsweise "Heil" (shalom) nachklingt, ist reiner Zufall. Der übliche hebräische Name der Stadt ist eigentlich Jeruschalajim. In der hebräischen Bibel wurden sogar alle Vorkommen des Namens ab dem 7./8. Jahrhundert in diese Richtung korrigiert. Jeruschalajim ist aber grammatikalisch gesehen eine Dualform. Auf Hebräisch wird eine solche grammatikalische Form verwendet, wenn man ein Paar bezeichnen will: zwei Hände, zwei Augen, zwei Füße, zwei Himmel (nach der altorientalischen Kosmologie). Die Dualform kann auch als feierliche Form des Namens angesehen werden.
4.
Der Name ist inzwischen "gewandert": Mit Zionsberg ist heute nicht mehr der Tempelberg, sondern ein südwestlich davon gelegener Hügel gemeint.
5.
Zur Geschichte des Tempels in Jerusalem siehe ausführlicher und mit zahlreicher weiterführender Literatur Max Küchler, Jerusalem. Ein Handbuch und Studienreiseführer zur Heiligen Stadt, Göttingen 2014, S. 125–277.
6.
Vgl. Trevor Bryce, Letters of the Great Kings of the Ancient Near East. The Royal Correspondence of the Late Bronze Age, London 2003; Matthias Müller, Amarnabriefe, Oktober 2008, http://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/13097«.
7.
Detaillierter und mit der Darstellung der verschiedenen Positionen zur Entstehung des Volkes Israel: Christian Frevel, Geschichte Israels, Stuttgart 2015, S. 66–170.
8.
Es gibt dazu nur wenige unklare Verse im Buch Samuel. Dazu wirkungsgeschichtlich extrem wichtig: Johannes Floß, David und Jerusalem. Ziele und Folgen des Stadteroberungsberichts 2 Sam 5,6–9 literaturwissenschaftlich betrachtet, St. Ottilien 1987.
9.
Dank des Werkes der beiden israelischen Archäologen Israel Finkelstein/Neil Asher Silberman, David und Salomo. Archäologen entschlüsseln einen Mythos, München 2006, ist die Diskussion auch der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht geworden. Siehe dazu auch Jane M. Cahill, Jerusalem at the Time of the United Monarchy. The Archaeological Evidence, in: Andrew G. Vaughn/Ann E. Killebrew (Hrsg.), Jerusalem in Bible and Archaeology. The First Temple Period, Atlanta 2003, S. 13–80.
10.
Zum Khirbet-Qeiyafa-Projekt siehe die Website http://qeiyafa.huji.ac.il/index.asp«.
11.
Hierzu verständlich und mit zahlreichen Abbildungen: Wolfgang Zwickel, Der salomonische Tempel, Mainz 1999.
12.
Die vier Buchstaben identifizieren den Eigennamen des jüdischen Gottes und wurden sehr wahrscheinlich "Jahwe" ausgesprochen. Aus Respekt für jüdische Gläubige sollte man diese Aussprache dennoch vermeiden. Der Name Gottes ist so heilig, dass er nicht genannt werden darf. Stattdessen wird JHWH entweder Adonai (Herr) oder haSchem (der Name) gelesen.
13.
Zur Entwicklung der Gottesvorstellungen vgl. Michael Tilly/Wolfgang Zwickel, Religionsgeschichte Israels. Von der Vorzeit bis zu den Anfängen des Christentums, Darmstadt 2011.
14.
Vgl. Achim Lichtenberger, Die Baupolitik Herodes des Großen, Wiesbaden 1999.

Simone Paganini

Zur Person

Simone Paganini

ist Professor für Biblische Theologie an der RWTH Aachen. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die Rechtsgeschichte der biblischen und der altorientalischen Welt, die Prophetenbücher der hebräischen Bibel, Qumran und die Zeit des "Second Temple Judaism". simone.paganini@kt.rwth-aachen.de


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