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4.8.2009

Zukunftsprognosen

Die bisherigen Ausführungen werfen die Fragen auf, wie sich das Verhältnis von Religion und Gesellschaft in der Zukunft entwickeln könnte, und wo Chancen oder Risiken für dieses Verhältnis bestehen. Im Folgenden sei eine Prognose gewagt, die verschiedene Thesen zur Diskussion stellt.

Teilnehmer des XX. Weltjugendtages aus MExiko singen vor dem Kölner Dom im August 2005.


Die bisherigen Ausführungen werfen die Fragen auf, wie sich das Verhältnis von Religion und Gesellschaft in der Zukunft entwickeln könnte, und wo Chancen oder Risiken für dieses Verhältnis bestehen. Im Folgenden sei eine Prognose gewagt, die verschiedene Thesen zur Diskussion stellt. Die gesellschaftliche Rolle der Religionen ist in Deutschland derzeit im raschen Wandel begriffen. Alte Gewissheiten verflüchtigen sich, neue Konsense und Aufbrüche sind (noch) nicht in Sicht. Die Kirchen sollten in dieser Situation unter Rückbesinnung auf ihren Auftrag und in nüchterner Reflexion der Möglichkeiten und Erfordernisse in einer globalisierten Welt "klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben" (Matthäus 10,16) agieren und weiterhin unerschrocken ihren Beitrag zur Stabilität des Gemeinwesens leisten. Zu Besorgnis um ihre Fortexistenz besteht kein Anlass.

Das Produkt Glaube

Carsten Schwarz, ein sympathischer, ruhiger Mann, steht auf dem Berliner Breitscheidplatz, gleich neben der Gedächtniskirche, und schaut den Passanten nach. Hinter ihm sind zwei Frachtcontainer aufgebaut, wie man sie aus der Schifffahrt kennt. Sechs Meter lang, zweieinhalb Meter hoch, zweieinhalb breit. Der eine Container ist blau, der andere orangefarben. Auf dem blauen steht "Zweifeln", auf dem anderen "Staunen".

Wolfram Kinzig

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