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21.5.2014

M 01.02 Sport und nationale Gesinnung

Dieser kurze Auszug aus Erich Hobsbawms "Nation und Nationalismus" thematisiert den symbolischen Charakter des Sports.

Was den Sport als Medium der Vermittlung einer nationalen Gesinnung zumindest bei Männern so unerhört wirksam macht, ist die Mühelosigkeit, mit der sich selbst die politisch oder öffentlich uninteressierten Individuen mit der Nation identifizieren können, sobald diese durch erfolgreiche Sportler symbolisiert wird, in deren Disziplin fast jeder irgendwann einmal in seinem Leben gern Besonderes geleistet hätte. Die vorgestellte Gemeinschaft von Millionen scheint sich zu verwirklichen als eine Mannschaft aus elf Spielern, die alle einen Namen tragen. Der einzelne, und wenn er nur die Spieler anfeuert, wird selbst zu einem Symbol der Nation.

Aus: Erich Hobsbawm: Nationen und Nationalismus. Mythos und Realität seit 1780. 3. Aufl. Frankfurt/New York: Campus Verlag 2005, S. 168f.

Arbeitsaufgaben:
  1. Erkläre mit eigenen Worten, in welcher Beziehung (laut Aussage des Textes) Sport und insbesondere Fußball zur Nation steht.
  2. Lege deine eigene Ansicht dazu dar: Was bedeutet Sport bzw. Fußball für dich? Inwieweit identifizierst du dich mit der Nationalmannschaft und mit deiner Nation?
Eine Druckversion des Arbeitsblatts steht als PDF-Icon PDF-Datei zur Verfügung.
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