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Was passiert, wenn Gesetze an Landesgrenzen haltmachen, das Geld jedoch problemlos alle Grenzen überschreitet? Es entsteht ein Land ganz eigener Art: ein territorial entgrenztes Land des Geldes, in dem die Regeln, die für die steuerzahlende Bevölkerung gelten, außer Kraft gesetzt sind. Der Journalist Oliver Bullough macht sich auf die Reise in dieses Land, indem er sich auf die Pfade eben jenes Geldes begibt, das seine Spuren so gut es geht zu verwischen sucht. Diese führen ihn von Immobilien in der Londoner City zu Briefkastenfirmen in Steueroasen – und schließlich über ein kompliziertes, verschachteltes System an Eigentümerfirmen zu kleptokratischen Politikern und betrügerischen Machenschaften auf der ganzen Welt. Bullough zeigt auf, wie die Deregulierung des internationalen Finanzsystems es ermöglichte, Geldströme dorthin zu leiten, wo sie dem Zugriff des Fiskus und den Augen der Öffentlichkeit soweit wie möglich entzogen sind – und dennoch Erträge abwerfen, die ihren Eigentümerinnen und Eigentümern mehr als nur ein sicheres Auskommen bereiten. Profiteure dieses Systems sind nicht nur reiche Einzelpersonen und korrupte Amtsträger. Auch Finanzdienstleister und Anwaltskanzleien, die diese Transfers in die Wege leiten, sowie diejenigen Staaten, die ihre Steuergesetze ganz auf die Bedürfnisse eines zahlungskräftigen, aber aufmerksamkeitsscheuen Publikums ausrichten, verdienen prächtig an diesem Geschäftsmodell.


Autor: Oliver Bullough, Übersetzung: Jürgen Neubauer, Seiten: 333, Erscheinungsdatum: 17.03.2021, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 10617

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