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Am 1. September 1939 überfiel Deutschland Polen, am 22. Juni 1941 die Sowjetunion. Die Jahrestage dieser beiden Ereignisse markieren den Auftakt und die Radikalisierung des deutschen Vernichtungskriegs im östlichen Europa und lenken die Aufmerksamkeit auf Deutschlands Erinnerungsverantwortung gegenüber Polen, Belarus, der Ukraine und Russland. Wie und auf welchen ideologischen Grundlagen verlief die nationalsozialistische Radikalisierung in Deutschland? Worin wurzeln die Gewaltexzesse im Osten? Welche Entwicklung nahmen die Gesellschaften im östlichen Europa seit 1914? Wie formierten sich die Erinnerungen an die Verfolgten und Opfer des Vernichtungskriegs?

Vor dem Hintergrund der historischen Bedeutung der Verbrechen zeichnet der Osteuropahistoriker Martin Aust die Gewaltpraktiken und Gewalterfahrungen der deutschen Besatzungsherrschaft und des Vernichtungskriegs von 1939 bis 1945 nach. Dabei kommen auch jene Menschen aus den besetzten Ländern zu Wort, die bereits während des Krieges begonnen haben, die Verbrechen der Deutschen sowie die Erfahrungen der Verfolgten und Opfer zu dokumentieren. Der Essay beleuchtet zudem die Dynamiken der entgrenzten Gewaltausübung und die Herausforderungen der Erinnerungskultur in der Gegenwart.


Autor: Martin Aust, Seiten: 224, Erscheinungsdatum: 22.09.2021, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 10658

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