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    Jede neue Regierung tritt mit dem Versprechen an, für mehr "soziale Gerechtigkeit" zu sorgen. Auch wenn der Terminus im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und FDP explizit gar nicht vorkommt – die Rede ist von "Generationen-" "Leistungs-" und "Beitragsgerechtigkeit" –, so schwingt er doch an vielen Stellen "zwischen den Zeilen" mit. Gerechtigkeit ist jedoch keine objektive, messbare Größe. Was gerecht ist und was nicht, liegt im Auge des Betrachters. Ist also die erbrachte Leistung die entscheidende Kategorie oder der Bedarf? Auch die politischen Parteien haben divergierende Konzepte von sozialer Gerechtigkeit und führen sie zuweilen als "Kampfbegriff" ins Feld.


    Seiten: 40, Erscheinungsdatum: 16.11.2009, Erscheinungsort: Bonn

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