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30.11.2011

Landwirtschaft / Wahlen

Nach 20 Jahren Restrukturierungsbemühungen befindet sich die russische Landwirtschaft noch immer im Umbruch. Jüngste Entwicklungen zeigen, dass Großinvestoren erheblichen Einfluss auf den Veränderungsprozess im ländlichen Raum Russlands nehmen.

Der russische Präsident Dmitri Medwedew (Mitte) und der russische Premierminister Wladimir Putin (rechts) laufen in einem Maisfeld, in der Nähe von Stavropol. (© AP)


Die russische Landwirtschaft befindet sich seit 20 Jahren in einem Umstrukturierungsprozess. Die Abkehr von der Zentralplanwirtschaft hat den ländlichen Raum zunächst in eine Krise gestürzt. Erst das Jahr 1998 brachte ein Umdenken und neue Impulse für die Landwirtschaft. Die ergriffenen Maßnahmen spiegeln die Priorität einer neuen Agrarpolitik wieder. In jüngster Zeit sind landwirtschaftliche Flächen in Russland vermehrt in den Blick von Investoren geraten. In Analogie zum »Kolchos-Archipel« könnte nun ein »Investoren-Archipel« entstehen - eine Insellandschaft territorialer Einheiten, in denen ökonomische ebenso wie politische Entscheidungen faktisch von einzelnen Investoren getroffen werden, die damit in einem sehr umfassenden Sinn über die Lebensverhältnisse im ländlichen Raum bestimmen würden.

Angesichts der bevorstehenden Dumalwahl enthält diese Ausgabe der Russland-Analysen auch Beiträge zur Struktur der Parteilisten und zur Rolle der Wahlkommissionen.

Alle Tabellen und Grafiken zu den Russland-Analysen 229 finden Sie in der PDF-Icon PDF-Version (1.429 KB).
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