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15.3.2011

Russland im postsowjetischen Raum

Analyse Nr. 216 vom 03. März 2011

Russlands Militär zeigt sich präsent in seinem nahen Ausland – den GUS. Ziel ist weniger die Sicherheit Stabilität zu gewährleisten als den Einfluss zu sichern. Dadurch wird Russlands Engagement aber mehr zum Problem als zur Hilfe.

Belarussische Zollbeamte kontrollieren 2009 erstmalig seit 14 Jahren die Grenze zu Russland. Auslöser waren wirtschaftliche Streitigkeiten mit Russland. Foto: AP (© AP )

Bis heute ist die politische Ordnung im postsowjetischen Raum durch »schwache Staatlichkeit« und Zonen interethnischer Konflikte geprägt. Als Nachfolgestaat der Sowjetunion sieht sich Russland selbst als die dominante Regional- und Ordnungsmacht in dieser Region. Die russische Militärpräsenz in seinem »Nahen Ausland« dient daher nicht in erster Linie der Schaffung von Sicherheit und Stabilität, sondern dem Erhalt und Ausbau des eigenen Einflusses. Russland hat versucht über die GUS und deren sicherheitspolitische Institution, die OVKS, eine von Moskau kontrollierte Regionalorganisation für »friedenschaffende« Einsätze aufzubauen. Da sich russische »Peacekeeping«-Maßnahmen nicht an Regeln von Konsens, Unparteilichkeit und Begrenzung von Gewalt orientieren, ist das russische Militär oftmals eher Teil des Problems und nicht deren Lösung.

Alle Grafiken und Tabellen zu den Russland-Analysen 213 finden Sie in der PDF-Icon PDF-Version (904 KB).

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